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Der Papst in der Türkei : Franziskus spricht Flüchtlingen Mut zu

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Papst Franziskus am Sonntag während des Gottesdienstes in der orthoxen Georgskathedtrale in Istanbul Bild: AP

Zum Abschluss seiner Türkeireise hat Papst Franziskus jungen Flüchtlingen aus Kriegsgebieten wie Syrien und dem Irak Mut zugesprochen – und gefordert, den Ursachen ihres Elends entgegenzuwirken.

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          Papst Franziskus hat zum Abschluss seiner Türkeireise jungen Flüchtlingen aus Kriegsgebieten wie Syrien und dem Irak Mut zugesprochen. Zugleich appellierte er bei dem Treffen am Sonntag in Istanbul an die internationale Gemeinschaft, gemeinsam verstärkt gegen die Ursachen von Flucht und Vertreibung vorzugehen. „Ich rufe dringend zu einer größeren internationalen Übereinstimmung auf zu dem Zweck, die Konflikte zu lösen, die eure Herkunftsländer mit Blut beflecken, den anderen Ursachen entgegenzuwirken, die die Menschen dazu drängen, ihre Heimat zu verlassen, und die Bedingungen zu fördern, die ihnen ermöglichen, zu bleiben oder zurückzukehren.“ Oft müssten Flüchtlinge unter unerträglichen Bedingungen leben.

          Die emotionale Begegnung in der Heilig-Geist-Kathedrale dauerte etwa eine halbe Stunde. Die rund 100 Flüchtlinge aus dem Irak, Syrien und anderen Krisengebieten sangen ein Lied für Franziskus auf Englisch, Arabisch und Spanisch. Eine junge Frau schilderte dem Kirchenoberhaupt die Lage verfolgter Christen im Irak. Unter den Jugendlichen waren auch Muslime. Nach dem rund 30-minütigen Treffen besuchte Franziskus noch den armenischen Patriarchen Mesrop Mutafyan im Krankenhaus, ehe er die Heimreise nach Rom antrat.

          Die Türkei hat mehr als 1,6 Millionen Flüchtlinge allein aus dem Bürgerkriegsland Syrien aufgenommen. Die mehr als 20 Lager sind überfüllt, viele Flüchtlinge leben auf der Straße oder in Ruinen und erhalten keinerlei Unterstützung.

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