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Kampf gegen IS : Cameron berichtet von Luftangriff auf Islamisten

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David Cameron spricht zu den Abgeordneten im Unterhaus. Bild: AP

Der britische Premierminister David Cameron hat bekannt gegeben, dass die britische Luftwaffe schon im August die Dschihadisten vom „Islamischen Staat“ angegriffen habe. Zwei Briten seien bei dem „Präzisionsangriff“ getötet worden.

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          Der britische Premierminister David Cameron hat bekannt gegeben, dass die Luftwaffe seines Landes Ende August erstmals die Dschihadistenmiliz „Islamischer Staat“ (IS) in Syrien angriffen hat. Im Unterhaus in London sagte Cameron, bei dem Drohnenangriff in der Nähe von Raka am 21. August seien drei IS-Kämpfer getötet worden, zwei davon Briten. Bei dem „Präzisionsangriff“ auf ein Fahrzeug sei unter anderem der britische IS-Kämpfer Reyaad Khan getötet worden.

          Es sei die erste Verpflichtung Großbritanniens, das Land zu verteidigen, sagte Cameron. Er werde die Vereinten Nationen über den Angriff informieren. Die beiden britischen Staatsbürger, gegen die sich der Luftangriff richtete, hätten versucht, weitere Kämpfer für die Terrormiliz zu rekrutieren und zudem Anschläge in Großbritannien vorbereitet.

          Außerdem sagte Cameron, Großbritannien werde 20.000 syrische Flüchtlinge in den kommenden fünf Jahren aufnehmen. Großbritannien habe eine „moralische Verantwortung“, Flüchtlinge umzusiedeln, die in Flüchtlingscamps lebten, sagte Cameron. Er lehnte es jedoch ab, Flüchtlinge aufzunehmen, die sich bereits in Europa befinden, da man auch das Schengen-Abkommen nicht unterzeichnet habe.

          5.000 Syrer haben in Großbritannien bereits Asyl erhalten. Bei der Aufnahme neuer Flüchtlinge sollen Kinder, vor allem Waisenkinder, Priorität erhalten. Gemeinden hätten bereits angeboten, Flüchtlinge aufzunehmen. Das zeige, wie großzügig Großbritannien sei, sagte Cameron. Frankreich hatte zuvor bekanntgegeben, 24.000 Syrer in den kommenden zwei Jahren aufzunehmen.

          Ein oppositioneller britischer Labour-Abgeordneter, Gerald Kaufman, forderte: „Lasst uns tun, was die Deutschen tun.“ Er verlangte, auch Flüchtlinge aufzunehmen, solche die bereits in Europa sind. „Wir werden das sonst bis an unser Lebensende bereuen“, sagte er.

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