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Bundeswehr in Syrien : An Frankreichs Seite

Im Kampf gegen den Terrorismus ist Deutschlands Platz an der Seite Frankreichs. Würde es nur Trost spenden, könnte man von Partnerschaft und Verlässlichkeit nicht mehr reden.

          Die Bundesregierung will keine Bodentruppen nach Syrien schicken, welche die Mördertruppe „Islamischer Staat“ verfolgen und Mann gegen Mann kämpfen. Und doch erwecken Gegner des deutschen Engagements den Anschein, als stehe die Bundeswehr in diesem Kampf gegen den Terrorismus an vorderster Front.

          Das tut sie nicht. Nach dem Willen der Koalition soll sich Deutschland mit Aufklärungs-Tornados, einem Tankflugzeug und einer Fregatte sowie mit satellitengestützter Aufklärung beteiligen. Das ist, nimmt sie die eigene Argumentation ernst – der IS bedrohe den Weltfrieden –, beinahe das Mindeste, was sie nach den Anschlägen von Paris leisten kann.

          Deutschlands Platz ist an der Seite Frankreichs. Würde es nur Trost spenden und ansonsten klagen, wie schlimm alles sei, man sollte von Partnerschaft und Verlässlichkeit nicht mehr reden. Deutschland, das Land der Besserwisser und Bedenkenträger! Ja, auch dieser Einsatz ist mit Gefahren verbunden. Doch Luftangriffe auf IS-Stellungen sind notwendig als Teil einer Kampagne, dem „Terrorkalifat“ die territoriale Basis zu nehmen.

          Klaus-Dieter Frankenberger

          verantwortlicher Redakteur für Außenpolitik.

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