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Bulgarien : Franzose mit Kontakt zu Paris-Attentätern festgenommen

  • Aktualisiert am

Fritz-Joly J. am Montag in einem Gerichtssaal in der bulgarischen Stadt Haskovo Bild: Reuters

Er war offenbar auf dem Weg nach Syrien: In Bulgarien ist schon Anfang Januar ein Franzose festgenommen worden, der Verbindungen zu einem der Attentäter von Paris gehabt haben soll.

          In Bulgarien ist Anfang Januar ein mutmaßlicher Islamist auf dem Weg nach Syrien festgenommen worden, der Verbindungen zu einem der „Charlie-Hebdo“-Attentäter hatte. Der 29-Jährige habe mehrfach Kontakt mit Chérif Kouachi gehabt, sagte Staatsanwältin Darina Slawowa aus der südlichen Stadt Chaskowo am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP. Er sei auf Grundlage eines von Frankreich ausgestellten europäischen Haftbefehls an der Grenze zur Türkei festgenommen worden.

          Fritz-Joly J. wird der „Mitgliedschaft in einer bewaffneten kriminellen Organisation zur Vorbereitung von Terrorakten“ verdächtigt, wie es in einem am Montag aktualisierten Haftbefehl steht. Er verließ Frankreich am 30. Dezember, am 1. Januar wurde er festgenommen. Zuvor stand er demnach im Kontakt mit Chérif Kouachi, der mit seinem Bruder Said am vergangenen Mittwoch das Satire-Magazin „Charlie Hebdo“ angegriffen und zwölf Menschen erschossen hatte.

          J.s Festnahme an der Grenze zur Türkei erfolgte auf Grundlage eines ersten Haftbefehls. Seine Frau hatte ihm vorgeworfen, den gemeinsamen dreijährigen Sohn entführt zu haben und sich in Syrien den Dschihadisten anschließen zu wollen. Das Kind ist inzwischen zurück bei der Mutter. Als sich herausstellte, dass J. Kontakt zu Kouachi hatte, aktualisierte Frankreich den Haftbefehl. Die bulgarischen Behörden wollen bis Freitag über eine Auslieferung an Frankreich entscheiden.

          Nach Angaben der türkischen Regierung war die Partnerin des dritten Attentäters Amédy Coulibaly, Hayat Boumeddiene, Anfang des Monats über die Türkei nach Syrien gelangt. Sie soll am 2. Januar in die Türkei eingereist sein. Bulgariens Innenminister Weselin Wutschkow schloss einen Zusammenhang am Dienstag nicht aus. „Ich hoffe, dass das gesamte Netzwerk aufgedeckt wird, wenn es eines gibt“, sagte er dem Radiosender BNR.

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