https://www.faz.net/-gq5-8hhzo

Baltikum : Estlands Regierungschef fordert Nato-Truppen als Schutz vor Russland

  • Aktualisiert am

Estlands Ministerpräsident Taavi Roivas Bild: dpa

Taavi Roivas möchte, dass Einheiten des Bündnisses ständig präsent sind. Schon bald dürfte es zumindest regelmäßige Übungen in der Region geben.

          1 Min.

          Der estnische Ministerpräsident Taavi Roivas hat eine ständige Anwesenheit von Nato-Truppen im Baltikum gefordert. „Wir brauchen die durchgängige Präsenz von jeweils einem Bataillon der Nato in Estland, Lettland und Litauen“, sagt er der Zeitung „Die Welt“. Es dürfe keine Lücken geben, sagte er mit Blick auf die Nato-Pläne für eine rotierende Truppenpräsenz. „Abschreckung muss die neue Normalität sein.“

          Die Nato hat sich verpflichtet, keine substantiellen Kampftruppen dauerhaft in seinen osteuropäischen Mitgliedsländern zu stationieren. Bei ihrem Gipfel im Juli in Warschau will das Bündnis aber beschließen, dass Truppen der Allianz regelmäßige Übungen in den baltischen Staaten abhalten, sich dabei jedoch abwechseln.

          Dies gehe „in die richtige Richtung“, sagte Roivas. „Aber ich glaube, wir brauchen noch weitere Vereinbarungen.“ Die Kontingente müssten keine dauerhaften Einrichtungen aufbauen und könnten „in gewisser Weise rotieren“. Aber sie müssten „ständig präsent“ sein.

          Die früheren Sowjetrepubliken Estland, Lettland und Litauen sehen sich durch Russlands Annexion der Krim und die Ukraine-Krise besonders bedroht. Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) reist von Donnerstag bis Freitag ins Baltikum, um in Litauen, Lettland und Estland Gespräche zu führen. Dabei würden auch Sicherheitsinteressen und die Stabilität in der Region Thema sein, erklärte Steinmeier am Mittwoch.

          Weitere Themen

          Ruhrkessel schließt sich

          Die letzten Kriegswochen : Ruhrkessel schließt sich

          Die beiden Stoßkeile der Alliierten treffen sich in Lippstadt. Damit sitzen 300.000 deutsche Soldaten fest. Für ihren Oberbefehlshaber kommt eine Kapitulation nicht in Frage. Der 1. April 1945 in der F.A.Z.-Chronik.

          Topmeldungen

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.