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Ausschreitungen : Autonome wüten im Zentrum Athens

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Autonome haben bei den Demonstrationen in Athen dieses Auto in Brand gesetzt. Bild: AFP

Außerparlamentarische Linken haben in den Straßen Athens am Donnerstagabend erstmals gegen die neue Regierung von Tsipras demonstriert. Zunächst friedlich, doch dann wüteten 200 Vermummte in der Innenstadt.

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          Rund 200 Vermummte haben am Donnerstagabend im Zentrum Athens Schaufenster eingeschlagen, Autos zerstört und Müllcontainer angezündet. Zu den Ausschreitungen kam es nach einer zunächst friedlich verlaufenen Demonstration der außerparlamentarischen Linken gegen die von der griechischen Links-Rechts-Regierung unterzeichnete Verlängerung des Sparprogramms. Es war die erste Demonstration von Linksextremen nach dem Wahlsieg der Linkspartei Syriza unter dem griechischen Regierungschef Alexis Tsipras.

          Griechenland hatte sich am Dienstag nach wochenlangem Streit mit den Europartnern auf eine Verlängerung des eigentlich Ende Februar auslaufenden Hilfsprogramms verständigt. Um weitere Hilfsmilliarden zu bekommen, muss Athen noch weitere Prüfungen überstehen. Am Freitag stimmt der Bundestag über die Programmverlängerung ab.

          Inmitten des Ratifizierungsprozesses für neue Hilfszahlungen hat die griechische Regierung die Dringlichkeit der Unterstützungsleistungen unterstrichen. Es gebe derzeit bereits „Finanz- und Haushaltslücken“, sagte Regierungssprecher Gabriel Sakellaridis am Donnerstag in Athen. Über die Problematik werde mit den Geldgebern beraten. Auch arbeite Athen an „Gesetzesinitiativen, um der Frage zu begegnen“.

          Finanzminister Giannis Varoufakis hatte am Mittwochabend Probleme bei der Rückzahlung der aktuellen Kredittranchen an den Internationalen Währungsfonds zugegeben. Ebenso räumte er bereits Schwierigkeiten mit Blick auf die im Juli fälligen Raten an die Europäische Zentralbank ein.

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