Attentat in London :
Verschüchtert sind die Friedfertigen

Von Jochen Buchsteiner, London
Lesezeit: 6 Min.
Trauer um Lee Rigby: Am Donnerstag in Woolwich
Nach dem islamistisch motivierten Mord an einem Soldaten wird in London wieder über die muslimische Gemeinschaft im Land diskutiert. Gerade junge Muslime neigen extremen Ansichten zu.

Wenige Tage, bevor Michael Adebolajo den Soldaten Lee Rigby mit einem Fleischermesser massakrierte, warb er öffentlich für den Dschihad. Sein kleiner Stand befand sich in der Hauptgeschäftsstraße des südöstlichen Londoner Stadtteils Woolwich, direkt vor dem Poundland Store, nur einige hundert Meter vom späteren Tatort entfernt. Er verteilte extremistische Flugblätter und forderte Passanten auf, in den „Heiligen Krieg“ um Syrien zu ziehen. Hier, in Woolwich, kannte man den aufgeregten schwarzen Mann mit der Wollmütze.

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