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Wikileaks : Assange will sich angeblich stellen

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„Ernsthaft erkrankt“: Julian Assange in einer Aufnahme vom Februar 2012 Bild: dpa

Der Wikileaks-Gründer Julian Assange will angeblich die ecuadorianische Botschaft verlassen und sich der Polizei stellen. Er soll schwere gesundheitliche Probleme haben.

          Nach mehr als zwei Jahren in der ecuadorianischen Botschaft in London will sich Wikileaks-Gründer Julian Assange nach Medienberichten angeblich der Polizei stellen. Grund seien gesundheitliche Probleme; Assange brauche Behandlungen wegen Herz- und Lungenproblemen. Assange habe dazu eine Pressekonferenz für diesen Montagvormittag angekündigt, berichtet der Sender Sky News.

          Nach wie vor bestehe für ihn aber die Gefahr, dass er beim Verlassen der Botschaft umgehend festgenommen werden könnte. Ursprünglich habe Assange erwartet, dass sein Fall innerhalb weniger Monate diplomatisch gelöst werden könne. Er habe am Sonntag ein Zeitungsinterview gegeben, in dem er sehr verzweifelt gewirkt habe, berichtete Sky News-Korrespondent Martin Brunt auf der Homepage des Senders. Assange habe nach seinem Eindruck viel von seinem Kampfgeist verloren; in seiner Umgebung werde nachdrücklich darauf hingewiesen, dass er ernstlich erkrankt sei, hieß es weiter.

          Der 43 Jahre alte Assange wird von den amerikanischen Behörden gesucht, seitdem er im Jahr 2010 geheime Dokumente veröffentlicht hatte. Ecuador hatte ihm trotz Vergewaltigungsvorwürfen aus Schweden Asyl in seiner Londoner Botschaft gewährt. Dorthin will Assange nicht ausgeliefert werden, da er eine Überstellung nach Amerika befürchtet.

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