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EU-Spitze trifft Biden : Die langen Schatten der Ära Trump

EU-Kommissionpräsidentin Ursula von der Leyen, Präsident Joe Biden und der Präsident des Europäischen Rates, Charles Michel, am Dienstag in Brüssel Bild: EPA

Das erste Treffen der EU-Spitze mit Präsident Biden hat gezeigt, dass mit dem neuen Mann im Weißen Haus nicht auf einen Schlag alles besser wird. Es gab Fortschritte, aber nicht alle Konflikte wurden gelöst.

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          Du bist zurück in Brüssel“, sagte Ratspräsident Charles Michel, als er Joe Biden am Dienstagmittag begrüßte, „und Amerika ist zurück auf der globalen Bühne“. Eine schöne Vorlage für den amerikanischen Präsidenten, der im Ratsgebäude wiederholte, was er seit Tagen sagt: „Amerika ist zurück.“ Das Interesse an seinem Land sei „überwältigend“. Das war dann aber auch schon alles, was Biden am Dienstag öffentlich in Sachen EU mitzuteilen hatte. Nach der zweieinhalb Stunden langen Sitzung traten bloß die beiden EU-Spitzen vor die Medien: Michel und Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Für einen „Gipfel“, der die Erneuerung der Beziehungen zelebrieren sollte, wirkte das wie eine Antiklimax – zumal der Rat tagelang die Erwartung geschürt hatte, es werde eine gemeinsame Pressekonferenz geben.

          Thomas Gutschker
          Politischer Korrespondent für die Europäische Union, die Nato und die Benelux-Länder mit Sitz in Brüssel.
          Hendrik Kafsack
          Wirtschaftskorrespondent in Brüssel.

          Vier Jahre lag das letzte Spitzentreffen zwischen einem amerikanische Präsidenten und der EU-Spitze zurück. Unter Trump hatten sich die Beziehungen stark verschlechtert – er führte Schutzzölle auf Stahl und Aluminium ein, drohte beständig mit Autozöllen und nannte die EU „einen der größten Feinde“ seines Landes. Von der Leyen erinnerte daran, als sie von „vier schwierigen Jahren“ sprach, die hinter den Partnern lägen. Am Dienstag zeigte sich: Auch wenn es allerlei Fortschritte gibt, so einfach und schnell, wie sich viele Europäer das wünschen, lässt sich diese Zeit nicht überwinden.

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