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EU-Sitz im Sicherheitsrat : Ein Vorstoß in der „Logik Macrons“?

Sitzung des UN-Sicherheitsrats am 16. August 2021 Bild: EPA

Ungewöhnlich schnell dementiert Paris die Meldung, Frankreich sei bereit, seinen Sitz im UN-Sicherheitsrat zu teilen. Einzelne glauben jedoch, die Änderung würde zum Präsidenten passen. Auch in Berlin gibt es Sympathien für die Idee.

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          Marine Le Pen hat dem französischen Präsidenten am Mittwoch vorgehalten, einen „Verrat an der Nation“ vorzubereiten. Die rechtspopulistische Präsidentschaftskandidatin argwöhnt, dass Emmanuel Macron den ständigen UN-Sicherheitsratssitz Frankreichs zugunsten der EU aufgeben könnte, um die EU-Partner zum Aufbau einer europäischen Armee zu bringen. Den diplomatischen Coup trauen Macron derzeit viele zu, da er nach dem AUKUS-Debakel dringend eine außenpolitische Erfolgsmeldung brauche.

          Jochen Buchsteiner
          Politischer Korrespondent in London.
          Michaela Wiegel
          Politische Korrespondentin mit Sitz in Paris.

          Der rechtsbürgerliche Präsidentschaftskandidat Xavier Bertrand verlangte in einem Interview in der Zeitung La Provence, den Europäern „die Vertrauensfrage“ zu stellen. „Haben wir eine europäische Verteidigung, ja oder nein? Mit allen Europäern oder nur mit einigen“, fragte Bertrand. Der linke Präsidentschaftskandidat Jean-Luc Mélenchon befeuerte in den sozialen Netzwerken ebenfalls den Verdacht eines bevorstehenden „Hochverrats“ durch Macron.

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