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EU-Parlamentspräsident : Sassoli fordert Ende des Drei-Prozent-Ziels

  • Aktualisiert am

Kritiker des Drei-Prozent-Ziels: Der sozialdemokratische EU-Parlamentspräsident David Sassoli Bild: dpa

Europa dürfe „nicht länger Geisel der Drei-Prozent-Defizitregel sein“, fordert Parlamentspräsident David Sassoli auf dem EU-Gipfel in Brüssel. Er stellt damit die damit wegen Corona ausgesetzte Regel dauerhaft infrage.

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          Der sozialdemokratische EU-Parlamentspräsident David Sassoli hat auf dem Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs in Brüssel das Ende der strengen Regeln zur Staatsverschuldung gefordert. Europa dürfe „nicht länger Geisel der Drei-Prozent-Defizitregel sein“, sagte der Italiener am Donnerstag laut dem vom Europaparlament veröffentlichten Redetext. Es gehe darum, „unsere finanziellen Rahmenvereinbarungen durch eine realistische Reform des Stabilitäts- und Wachstumspakts für die Herausforderungen unserer Zeit fit zu machen“.

          Der Stabilitäts- und Wachstumspakt macht Vorgaben für die Verschuldung der Mitgliedstaaten. Demnach darf die Neuverschuldung nicht mehr als drei Prozent und die Gesamtschuldenlast nicht mehr als 60 Prozent der Wirtschaftsleistung betragen. Noch bis Ende des kommenden Jahres sind die Regeln ausgesetzt, um den Ländern Milliarden-Hilfen in der Corona-Pandemie zu ermöglichen.

          Kritiker vor allem in Südeuropa bemängeln, dass die strengen Schuldenregeln Investitionen etwa beim Klimaschutz im Wege stünden. Zuletzt hatte etwa Frankreichs Präsident Emmanuel Macron seine Forderung nach einer grundlegenden Änderung des Stabilitätspakts bekräftigt. „Sparsame“ Länder wie die Niederlande, Dänemark und Schweden sind strikt dagegen. Auch der neue Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) verteidigte zuletzt die geltenden Haushaltsregeln.

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