Migrationskrise im Mittelmeer :
Der Pakt der EU mit Tunesien ist wirkungslos

Lesezeit: 4 Min.
Ankunft in Neapel: Das Rettungsschiff Ocean Viking am 28. August
Italien und die EU versprachen Tunesien Hunderte Millionen Euro, um die Migration nach Europa einzudämmen. Aber das zieht nicht. Denn auch andere Partner locken mit Geld.

Um kein anderes Land in Nordafrika hat sich die EU zuletzt so sehr bemüht wie um Tunesien. Treibende Kraft war die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni, die mit dem Wahlversprechen angetreten war, die irreguläre Migration deutlich zu verringern. Doch das Partnerschaftsabkommen, das die EU-Führung am 16. Juli mit Präsident Kaïs Saïed unterzeichnete, blieb bisher wirkungslos. Meloni war dazu eigens mit dem niederländischen Regierungschef Mark Rutte und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen nach Tunis gereist: Der Pakt soll als Modell für andere Staaten in der Region dienen.

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