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EU-Kommissar : China verärgert über Oettingers „Schlitzaugen“-Äußerung

  • Aktualisiert am

Ein gemaltes Einschussloch: Ausschnitt eines Portraits des ehemaligen baden-württembergischen Ministerpräsidenten Oettinger in Stuttgart. Bild: dpa

Ein „verblüffendes Überlegenheitsgefühl“ westlicher Politiker: Nachdem EU-Kommissar Günther Oettinger abfällig von „Schlitzohren und Schlitzaugen“ sprach, reagiert jetzt das chinesische Außenministerium.

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          Mit Verärgerung hat China am Mittwoch auf die „Schlitzaugen“-Äußerungen von EU-Kommissar Günther Oettinger reagiert. Eine Sprecherin des chinesischen Außenministeriums sagte in Peking, die Bemerkungen offenbarten ein „verblüffendes Überlegenheitsgefühl“ bei so manchen westlichen Politikern. „Wir hoffen, dass sie lernen, sich selbst und andere objektiv zu betrachten und andere zu respektieren und als Gleichberechtigte zu behandeln“, sagte Hua Chunying.

          Oettinger hatte bei einem Vortrag in Hamburg mit Blick auf die Konkurrenz aus China von „Schlitzohren und Schlitzaugen“ gesprochen. Dabei sagte er auch, die Chinesen sähen aus, als hätten sie „alle Haare von links nach rechts mit schwarzer Schuhcreme gekämmt“.

          Oettinger, der derzeit EU-Kommissar für digitale Wirtschaft ist, soll zum Jahreswechsel das Haushaltsressort übernehmen. Für seine Äußerungen wurde er besonders in Deutschland scharf kritisiert. Er wies den Vorwurf der Fremdenfeindlichkeit zurück und sagte in einem Interview, seine Wortwahl sei „nicht anstößig oder respektlos gemeint gewesen“.

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