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Angriff auf Tanker : EU-Außenminister fordern unabhängige Untersuchung

  • Aktualisiert am

Deutschlands und Luxemburgs Außenminister Maas und Asselborn am Montag bei einem Treffen der EU-Außenminister in Luxemburg Bild: EPA

Man sammle weiterhin Informationen, sagt Bundesaußenminister Maas. Luxemburgs Außenamtschef begründet seine Zurückhaltung mit Verweis auf das amerikanische Verhalten vor der Irak-Invasion.

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          Im Fall der Angriffe gegen Tanker im Golf von Oman zeichnet sich in der EU keine geschlossene Unterstützung für die amerikanischen Vorwürfe gegen Iran ab. Unter anderem Bundesaußenminister Heiko Maas und seine Kollegen aus Luxemburg und den Niederlanden machten am Montag bei einem Treffen in Luxemburg deutlich, dass sie zum derzeitigen Zeitpunkt noch keine Schlussfolgerungen ziehen wollen. „Wir sammeln weiterhin Informationen“, sagte Maas. Man kenne die Erkenntnisse der amerikanischen und auch der britischen Geheimdienste, habe aber selbst noch nicht abschließend entschieden.

          Der luxemburgische Außenminister Jean Asselborn erinnerte daran, dass die Vereinigten Staaten 2003 auf der Grundlage bewusst oder unbewusst falsch interpretierter Geheimdienstinformationen über angebliche Massenvernichtungswaffen Saddam Husseins in den Irak einmarschiert waren. Er forderte wie UN-Generalsekretär Antonio Guterres eine unabhängige Untersuchung. „Ich glaube, dass die Hauptaufgabe von Außenministern ist, Krieg zu vermeiden“, sagte Asselborn. „Das müssen wir heute tun.“

          Bei den Zwischenfällen nahe der Küste Irans waren am frühen Donnerstagmorgen zwei Tanker beschädigt worden. Das zweite der beiden Schiffe, die „Front Altair“ einer norwegischen Reederei, geriet nach Explosionen in Brand. Zuletzt war nach der amerikanischen Regierung auch die britische Regierung zu dem Schluss gelangt, dass der Angriff auf die Schiffe vom Iran ausgegangen sein dürfte. Stichhaltige Beweise wurden bisher aber nicht bekannt. Der Iran weist die Vorwürfe zurück.

          „Ich bin an jeder Klarstellung interessiert, die zur Verfügung gestellt werden kann“, sagte der niederländische Außenminister Stef Blok am Montag in Luxemburg. Die Niederlande hätten keine eigenen Erkenntnisse darüber, wer hinter den Angriffen stecke.

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