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Nach Schätzungen : Erweiterung des Kanzleramts 177 Millionen Euro teurer

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Das Bundeskanzleramt Anfang September in Berlin Bild: dpa

Ursprünglich sollte die Erweiterung des Kanzleramts 600 Millionen Euro kosten. Nun sollen es Schätzungen zufolge 777 Millionen Euro werden.

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          Der geplante Erweiterungsbau des Kanzleramts wird nach einer neuen Schätzung etwa 177 Millionen Euro mehr kosten als ursprünglich geplant. Nach Angaben aus Regierungskreisen vom Donnerstag werden für den Sandsteinbau mit etwa 400 Büros inzwischen 777 Millionen Euro inklusive einer „Risikovorsorge“ für weitere Kostensteigerungen veranschlagt. Bei der Entscheidung für den Neubau 2019 seien es noch 600 Millionen Euro gewesen.

          Die Entscheidung für den Erweiterungsbau fiel 2019 noch unter Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Er soll ermöglichen, dass die 770 Mitarbeiter alle zusammen auf demselben Gelände arbeiten. Derzeit sind Kanzleramtsmitarbeiter an drei weiteren Standorten in Berlin untergebracht. Die Bauarbeiten werden bereits vorbereitet und sollen im kommenden Jahr beginnen. Bis 2028 soll das bogenförmige Gebäude fertiggestellt werden.

          Der Neubau wird deutlich teurer als das eigentliche Kanzleramtsgebäude, das 2001 von damaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) bezogen wurde. Im Bundeshaushalt waren damals ursprünglich 398,5 Millionen Mark veranschlagt worden, die tatsächlichen Kosten betrugen dann 513 Millionen Mark. Dies entspricht nach Regierungsangaben 542,9 Millionen Euro hochgerechnet auf den Preisstand Anfang 2022.

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