https://www.faz.net/-gpf-9m0xz

Angespannte Versorgungslage : Erste Hilfslieferung des Roten Kreuzes erreicht Venezuela

  • Aktualisiert am

Menschen in Caracas auf der Suche nach Wasser Bild: EPA

Lange hat sich der venezolanische Präsident geweigert, Hilfslieferungen ins Land zu lassen. Inzwischen hat Nicolás Maduro seine Haltung geändert. Doch von einer humanitären Krise will er weiter nicht sprechen.

          Erstmals hat eine Hilfslieferung des Roten Kreuzes das unter dramatischen Versorgungsengpässen leidende Venezuela erreicht. Die am Flughafen von Caracas angekommene Lieferung umfasse dringend benötigte Medikamente und medizinisches Material, erklärte ein Beamter am Dienstag. Der umstrittene Präsident Nicolás Maduro hatte sich nach langer Weigerung vor einer Woche bereit erklärt, Hilfe des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) anzunehmen.

          Nach Angaben der Vereinten Nationen brauchen fast ein Viertel der 30 Millionen Venezolaner dringend Hilfe. Einem UN-Bericht zufolge sind 3,7 Millionen Menschen unterernährt und mindestens 22 Prozent der Kinder unter fünf Jahren chronisch unterernährt.

          Maduro bestreitet, dass die Situation im Land als humanitäre Krise bezeichnet werden könne. Die Bevölkerung des ölreichen Landes leidet seit Jahren unter schwerwiegenden Folgen von Misswirtschaft.

          Die UN-Menschenrechtskommissarin Michelle Bachelet hatte sich Ende März besorgt über die Versorgungslage in dem einst reichen Land. Der Zugang zu Lebensmitteln, Wasser und Medikamenten habe sich verschlechtert, sagte die UN-Kommissarin. Der Verfall des Gesundheitssystems habe zudem zu einem Anstieg der Mütter- und Kindersterblichkeit sowie der Ausbreitung von Infektionskrankheiten geführt.

          Venezuelas Präsident Maduro liefert sich seit Wochen einen Machtkampf mit Oppositionschef Juan Guaidó, der sich selbst zum Übergangspräsidenten ernannt hat und Rückendeckung zahlreicher lateinamerikanischer und westlicher Staaten genießt.

          Weitere Themen

          Oettinger warnt vor Kabinettsumbildung

          Europawahl-Liveblog : Oettinger warnt vor Kabinettsumbildung

          EU-Kommissar: Verluste für Union und SPD liegen nicht an Merkel oder Ministern +++ Salvini mit Rekordergebnis in Italien +++ Brexit-Partei siegt in Großbritannien +++ Alle Informationen im FAZ.NET-Liveblog:

          Bremer SPD nach Wahldebakel zerknirscht Video-Seite öffnen

          Historische Niederlage für SPD : Bremer SPD nach Wahldebakel zerknirscht

          Die SPD hat Prognosen zufolge ihre jahrzehntelange Vorherrschaft in Bremen an die CDU verloren. Bei der Bürgerschaftswahl am Sonntag wurden die Christdemokraten zum ersten Mal in der Geschichte des Bundeslands stärkste Kraft, wie Prognosen zeigten.

          Und wieder küsst er das Kruzifix

          Lega siegt in Italien : Und wieder küsst er das Kruzifix

          Matteo Salvinis Lega erzielt bei der Europawahl das beste Ergebnis ihrer Geschichte – und kann damit wohl auch ihren Koalitionspartner Fünf Sterne unter Druck setzen. Der Parteichef zelebriert den Erfolg am Montag mit einer umstrittenen Geste.

          Topmeldungen

          TV-Kritik: Anne Will : Lieber Klimakrise als Flüchtlingskrise lautet das Motto

          Union und SPD fehlte bei der Europawahl die Kraft zur harten Auseinandersetzung. Bei Anne Will machen Armin Laschet und Sigmar Gabriel die Hilflosigkeit ihrer Parteien sichtbar. Insgesamt ähnelt Deutschland in einem Punkt dem restlichen EU-Europa.
          Unser Sprinter-Autor: Martin Benninghoff

          FAZ.NET-Sprinter : Grüne auf der Main-Stage

          Nach ihrem Wahlerfolg auf europäischer Bühne stimmen die Grünen Siegesgesänge an. Bei der SPD stellt sich nach dem nächsten Debakel die Frontfrau-Frage. Was heute sonst noch wichtig ist, steht im FAZ.NET-Sprinter.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.