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Bei Biarritz : Erste Ausschreitungen bei Protesten gegen G-7-Gipfel

  • Aktualisiert am

Ein Demonstrant steht im französischen Bayonne bei Protesten gegen den G-7-Gipfel in einer Wolke aus Tränengas Bild: AP

Zur Eröffnung des G-7-Gipfels in Biarritz fliegen bei einer Demonstration in einer Nachbarstadt Steine. Die französische Polizei antwortet mit dem Einsatz von Tränengas.

          Bei einer ungenehmigten Demonstration von hunderten Gegnern des G-7-Gipfels ist es unweit von Biarritz zu Auseinandersetzungen mit der Polizei gekommen. Die Sicherheitskräfte setzten in Bayonne Tränengas ein, nachdem aus den Reihen des Demonstranten Steine geflogen waren, berichtete eine dpa-Reporterin am Samstagabend. Bayonne ist die Nachbarstadt von Biarritz.

          Offenbar beteiligte sich auch die deutsche Polizei an dem Einsatz: Eine AFP-Reporterin beobachtete mehrere Polizeiwagen mit deutschen Kennzeichen. Details über den Einsatz wurden zunächst nicht mitgeteilt. Zuvor waren drei Deutsche bei Biarritz festgenommen und wegen geplanter Gewalttaten zu zwei bis drei Monaten Haft verurteilt worden.

          Zuvor war eine angemeldete Kundgebung von Gipfelgegnern in der südwestfranzösischen Hafenstadt Hendaye friedlich verlaufen. Daran hatten nach Veranstalterangaben rund 15.000 Menschen teilgenommen, die Polizei sprach von 9000 Teilnehmern. Frankreich setzt zum Schutz des Gipfels über 13.000 Polizisten und Gendarmen ein. Ausschreitungen sollen nicht geduldet werden, hatte Innenminister Christophe Castaner gesagt.

          Derweil eröffnete Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron den Gipfel der sieben großen Industrienationen. „#G7Biarritz hat begonnen“, teilte der Gastgeber des Treffens am Samstag via Kurznachrichtendienst Twitter mit. Zuvor hatte der 41-Jährige Bundeskanzlerin Angela Merkel zu einer Unterredung getroffen. Es gab zudem eine Runde der europäischen Teilnehmerländer – auch Großbritanniens Premierminister Boris Johnson nahm an den Beratungen teil. Am Abend war ein Abendessen der G-7-Staats- und Regierungschefs geplant.

          Macron hat sich vorgenommen, bei dem dreitägigen Spitzentreffen die gefährlichen Krisen in Iran, Nordkorea, Libyen oder in der Ukraine anzusprechen. Im Kampf gegen das Flammeninferno im südamerikanischen Amazonasgebiet strebt Macron konkrete Hilfszusagen der mächtigen Staatenrunde an.

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