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Ermordung von Atomforscher : Provokation Richtung Teheran

Iranische Soldaten tragen am Montag bei der Trauerfeier in Teheran den Sarg des Atomforschers Fakhrisadeh. Bild: Reuters

Mit der Ermordung des iranischen Atomwissenschaftlers soll es Joe Biden unmöglich gemacht werden, zum Atomvertrag mit Iran zurückzukehren. Sollte es gar Vergeltungsaktionen geben, könnte er sich die diplomatische Wiederannäherung erst mal abschminken.

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          Man muss nicht der größte Kriminalist sein, um das Motiv hinter der Ermordung des iranischen Atomwissenschaftlers Fakhrisadeh zu erkennen: Dem künftigen amerikanischen Präsidenten Biden soll es unmöglich gemacht werden, zum Atomvertrag mit Iran zurückzukehren – eine Rückkehr, die von iranischer Seite verlangen würde, die Bestimmungen des Vertrags wieder einzuhalten.

          Sollte es gar eine Vergeltungsaktion geben, gegen amerikanische und/oder israelische Ziele, könnte sich Biden die diplomatische Wiederannäherung erst mal abschminken. Das wäre genau die vergiftete Hinterlassenschaft, die dem amtierenden Präsidenten Trump zuzutrauen und ganz nach dem Willen des israelischen Regierungschefs Netanjahu und dessen neuen Partners, des saudischen Kronprinzen, wäre.

          Wird sich also die iranische Führung provozieren lassen und die „Einladung“ zur militärischen Konfrontation annehmen? Der radikale Teil sinnt auf Rache; die Beschränkungen, die die Übereinkunft von 2015 dem iranischen Atomprogramm auferlegte, waren ihm sowieso ein Dorn im Auge. Die „moderaten“ Kräfte um Präsident Rohani dagegen wollen nicht in die Falle tappen, die Iran gestellt wurde.

          In jedem Fall dürfte es noch schwerer werden, Iran diplomatisch dazu zu bewegen, restriktivere Beschränkungen als ehedem zu akzeptieren, auch für sein Raketenprogramm. Vor dem Machtwechsel in Amerika haben die Hintermänner des Mordanschlags die Wiederbelebung des Atomvertrags torpediert. Wie groß ist der Schaden?

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