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Frankenberger fragt : Ist mit Amerika wieder alles gut, Mr. Niblett?

Washington Ende März: Alles wieder gut im transatlantischen Verhältnis? Bild: AFP

Die Erleichterung über Joe Biden ist groß in Europa, das jetzt seinen „Wunschpräsidenten“ hat. Aber ist das transatlantische Verhältnis deshalb schon völlig entspannt? Nicht unbedingt, erklärt Robin Niblett, Direktor des Londoner „Chatham House“.

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          Nach vier Jahren real praktizierten Trumpismus im Weißen Haus war es keine Überraschung, dass im vergangenen Herbst die allermeisten Europäer dem Herausforderer des damaligen Präsidenten die Daumen drückten. Und folglich war es keine Überraschung, dass sie jubelten, als der Sieg des Demokraten Biden feststand, allen verschwörungstheoretisch gefütterten falschen Behauptungen des Unterlegenen und der Kampagne seiner Claqueure in Politik und Medien zum Trotz.

          Klaus-Dieter Frankenberger
          (K.F.), Politik

          Jetzt hat „Europa“ seinen Wunschpräsidenten, und der hat in den ersten gut zehn Wochen seiner Amtszeit schon einige Dinge getan hat, die vielen diesseits des Atlantiks am Herzen liegen, vorneweg die Rückkehr in einige internationale Organisationen und die neuerliche Mitwirkung Amerikas an internationalen Abkommen. Überdies prügelt Joe Biden nicht auf Verbündete der Vereinigten Staaten ein, als seien sie der Grund aller Übel des Landes, im Gegenteil, er beteuert seine Wertschätzung. Aufgehört hat nicht zuletzt das „Deutschland-Bashing“, das Donald Trump mit pathologischer Auffälligkeit betrieben hatte – obschon auch der 78 Jahre alte neue Mann im Weißen Haus das eine oder andere an der deutschen Politik missbilligt. Es bietet sich somit an, der Frage nachzugehen, ob im Verhältnis zu Amerika „wieder alles gut ist“.

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