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Überfall auf die Sowjetunion : Die langen Nachwirkungen des Vernichtungskriegs

Das beleuchtete Kriegsmahnmal in Wolgograd - dem früheren Stalingrad - am Abend des 21. Juni 2021 Bild: Reuters

Die von Deutschen im Krieg gegen die Sowjetunion verübten Gräuel müssen endlich die Beachtung finden, die ihnen angesichts ihres unglaublichen Ausmaßes zukommt. Nicht nur aus moralischen, sondern auch aus politischen Gründen.

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          Mit dem Überfall Deutschlands auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941 begann für die Menschen in den besetzten Gebieten ein Kampf ums nackte Überleben. Im Osten Europas war der Zweite Weltkrieg nicht nur ein Eroberungsfeldzug wie im Westen und Norden des Kontinents, sondern ein durch die rassistische Ideologie der Nationalsozialisten begründeter Vernichtungskrieg gegen die einheimische Bevölkerung. Ihre Zahl sollte durch Hunger, Mord und Vertreibung drastisch verringert werden, für den Rest war das Schicksal rechtloser Sklaven vorgesehen.

          Sowjetische Kriegsgefangene wurden absichtlich nicht mit Lebensmitteln versorgt, mehr als drei Millionen von ihnen kamen elend um. Die Zivilbevölkerung wurde mit Terror überzogen. Hunderte Dörfer wurden von deutschen Truppen niedergebrannt und ihre Bewohner ermordet. Die Zahl der sowjetischen Kriegstoten liegt zwischen 20 und 27 Millionen, mindestens die Hälfte davon Zivilisten.

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