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Erdogans Streben nach Macht : Warum in der Hagia Sophia wieder gebetet wird

Der türkische Präsident Erdogan und seine Frau in der Hagia Sophia Bild: AFP

1931 haben muslimische Gläubige zum letzten Mal in der Hagia Sophia gebetet. Jetzt ist es wieder soweit. Ist die Umwandlung des Museums ein Symbol für die Abwendung der Türkei vom Westen?

          3 Min.

          Als der türkische Präsident Tayyip Erdogan am Abend des 10. Juli bei seiner Rede an die Nation über die Rückumwandlung der Hagia Sophia in eine Moschee sprach, zitierte er Sultan Mehmet Fatih, der Konstantinopel 1453 erobert und die Kirche in eine Moschee umgewidmet hatte.

          Rainer Hermann
          Redakteur in der Politik.

          Der Eroberer hatte gesagt, wer auch immer den Status der Hagia Sophia verändern werde, begehe die schwerste aller Sünden, und der Fluch Allahs, des Propheten und aller Engel laste für immer auf ihm.

          Es war Atatürk, der am 24. November 1934 dennoch die Umwandlung in ein Museum gewagt hat. Bereits 1931 hatte er veranlasst, dass in der Hagia Sophia nicht mehr gebetet wurde.

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