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Erdogans offene Flanke : Das türkische F-35-Fiasko

Er bleibt, wo er ist: Die erste türkische F-35 bei der Übergabe am Standort von Lockheed Martin in Fort Worth, Texas am 21. Juni Bild: Picture-Alliance

Mit ihren Rüstungslieferungen haben die Vereinigten Staaten die türkischen Streitkräfte in der Hand. Dabei geht es um mehr als nur ein Kampfflugzeug. Eine Analyse.

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          Die Zukunft der türkischen Luftwaffe liegt auf Eis. Mit der Unterschrift, die Amerikas Präsident Donald Trump am Montag für das Ermächtigungsgesetz für die nationale Verteidigung seines Landes setzte, wird Ankara bis auf Weiteres von dem wohl wichtigsten Zukunftsprojekt seiner Streitkräfte abgeschnitten: Der F-35. 100 dieser hochmodernen Tarnkappen-Kampfflugzeuge will die Türkei beschaffen. Dreißig wurden bereits bestellt. Sie sollen künftig das Rückgrat der türkischen Luftstreitkräfte bilden.  

          Doch danach sieht es erst einmal nicht mehr aus, angesichts der verfahrenen Lage zwischen Ankara und Washington. In beiden Hauptstädten gibt es kaum noch Hoffnung, dass der Konflikt zwischen den Vereinigten Staaten und der Türkei in Kürze beigelegt werden kann. Die Chancen, dass der Sanktionswettlauf zwischen Donald Trump und seinem türkischen Amtskollegen Recep Tayyip Erdogan bald endet, sind gering. Die erste F-35, die am 21. Juni bereits feierlich im texanischen Fort Worth an die Türkei übergeben wurde, verbleibt auf unbestimmte Zeit in den Vereinigten Staaten. Washington prüft sogar, die Türkei aus dem gesamten Programm zu werfen. Als einer von neun Partnern ist das Land in an der Entwicklung des Kampfflugzeuges seit 1999 beteiligt gewesen.

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