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Erdogans Macht in Bosnien : Türkische Opposition unerwünscht

Zu Gast bei Freunden? Ekrem Imamoglu (rechts) in Sarajevo Bild: Balkan Investigative Reporting Network BIRN

Istanbuls Bürgermeister Ekrem Imamoglu ist der Hoffnungsträger der türkischen Opposition. Bei seiner Reise nach Sarajevo ist er allerdings nicht bei allen willkommen – denn Erdogans Macht reicht bis nach Bosnien.

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          Seit seinem Erfolg bei den Bürgermeisterwahlen in Istanbul gilt Ekrem Imamoglu als Hoffnung der türkischen Opposition. Zweimal hat er in der Metropole in diesem Jahr den Kandidaten der Dauerregierungspartei AKP von Präsident Recep Tayyip Erdogan besiegt. Erst im April und dann, da die Abstimmung auf Geheiß Erdogans annulliert werden musste, auch bei der Wahl im Juni. Er bewies damit, was viele Oppositionelle in der Türkei schon nicht mehr geglaubt hatten: Der langjährige Alleinherrscher Erdogan kann bei Wahlen doch noch bezwungen werden.

          Michael Martens

          Korrespondent für südosteuropäische Länder mit Sitz in Wien.

          In der vergangenen Woche erfüllte Imamoglu nun ein Wahlversprechen – er reiste nach Sarajevo, in die Hauptstadt von Bosnien-Hercegovina. Das habe er seinen bosniakischen Mitbürgern in Istanbul versprochen, sagte Imamoglu zur Begründung. Die in seiner Stadt lebenden Bosniaken seien schließlich ein wichtiges Element der Istanbuler Identität, und seinen Wahlerfolg habe er auch ihnen zu verdanken.

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