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Zukunft der Türkei : Erdogans dunkle Jahre

Erdogan am 15. Juni 2017 vor Anhängern in Istanbul Bild: AFP

Zuerst war Recep Tayyip Erdogan ein überzeugter Islamist, dann ein Reformer, nun ist er ein paranoider Autokrat. Was würde er tun, um die Macht zu behalten?

          6 Min.

          Die vorige Woche war eine gute Woche für Recep Tayyip Erdogan. In Brüssel konferierte er unter vier Augen mit den Großen der Welt. Mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron, mit dem britischen Premierminister Boris Johnson, mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und als Krönung mit dem amerikanischen Präsidenten Joe Biden. Zu Hause vermittelten die türkischen Medien Bilder eines Mannes, der die Welt mitgestaltet.

          Rainer Hermann
          Redakteur in der Politik.

          Zu diesem Kreis zählt sich Erdogan, seit ihn George W. Bush am 10. Dezember 2002 im Weißen Haus empfangen hat. Seine neu gegründete AKP war erstmals bei einer Wahl angetreten und hatte triumphiert. Den Aufsteiger aus Kasimpasa, dem rauen Hafenviertel Istanbuls, umgab nun eine andere Aura: Er saß neben dem mächtigsten Mann der Welt und konnte sein Glück kaum fassen.

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