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Türkei : Erdogan empört sich über Aufruf zu neuen Protesten

  • Aktualisiert am

Der türkische Ministerpräsident Reccep Tayyip Erdogan Bild: REUTERS

Der türkische Ministerpräsident verurteilt die geplanten Demonstrationen zum Jahrestag der Gezi-Proteste. Die türkische Jugend werde den Aufruf ignorieren, sagte er. Trotzdem stehen am Samstag 25.000 Polizisten mit 50 Wasserwerfern bereit.

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          Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan hat den Aufruf zu Demonstrationen anlässlich des Jahrestags des Beginns der landesweiten Gezi-Proteste verurteilt. Erdogan sagte nach Angaben der Zeitung „Hürriyet“ am Freitag, die türkische Jugend werde solche Aufrufe zur Rebellion ignorieren.

          Regierungsgegner haben für Samstagabend zur Demonstration auf dem Istanbuler Taksim-Platz aufgerufen. Medienberichten zufolge sollen bis zu 25 000 Polizisten und 50 Wasserwerfer verhindern, dass Demonstranten auf den symbolträchtigen Platz im Herzen der Metropole vordringen. In Istanbul und in anderen Städten werden Zusammenstöße befürchtet. Die Veranstalter planen außerdem Veranstaltungen in Ankara, Izmir und anderen Städten.

          Die Demonstrationen in dem an den Taksim-Platz angrenzenden Gezi-Park waren am 31. Mai vergangenen Jahres in landesweite Proteste gegen die islamisch-konservative Regierung umgeschlagen. Sie kosteten mindestens sieben Menschen das Leben. Die Massendemonstrationen ebbten im Spätsommer ab. Immer wieder flammen aber seitdem Proteste auf, die die Polizei mit Wasserwerfern und Tränengas zerschlägt.

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