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Kommunalwahl in Türkei : Erdogan-Partei AKP verliert in Istanbul und Ankara

  • Aktualisiert am

CHP-Anhängerinnen feiern in Ankara Bild: AFP

Für den türkischen Präsidenten Erdogan ist es mehr als nur eine Kommunalwahl: Es ist ein Test für seine Regierung. Nun verliert seine Partei AKP ausgerechnet in den zwei wichtigsten Großstädten die Macht.

          Nach einer dramatischen Wahlnacht verliert die islamisch-konservative Regierungspartei AKP von Präsident Recep Tayyip Erdogan die Macht in der Hauptstadt Ankara und in der größten türkischen Stadt Istanbul.

          Am Montagmorgen meldete die Wahlbehörde YSK den Sieg des Kandidaten der Mitte-Links-Oppositionspartei CHP, Ekrem Imamoglu, In Istanbul mit einer hauchdünnen Mehrheit. Imamoglu habe einen Vorsprung von fast 28.000 Stimmen, erklärte der Chef der Hohen Wahlkommission, Sadi Güven, am Montag. Imamoglu kommt den vorläufigen Ergebnissen zufolge auf 4.159.650 Stimmen und der Kandidat der AKP von Präsident Recep Tayyip Erdogan, Ex-Ministerpräsident Binali Yildirim, auf 4.131.761 Stimmen.

          Am schwersten wog das Ergebnis in der Hauptstadt Ankara, wo zu dem Zeitpunkt nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu der Oppositionskandidat von der CHP, Mansur Yavas, bei mehr als 50 Prozent lag. AKP-Kandidat Mehmet Özhaseki hatte rund 47 Prozent bekommen. Auch hier erklärte sich die CHP zum Sieger. Die AKP will nun Einspruch einlegen. Generalsekretär Fatih Sahin schrieb am frühen Morgen auf Twitter, die Partei werde „ihre Rechte nutzen“. Es habe in Ankara „viele ungültige Stimmen und Regelwidrigkeiten“ gegeben.  

          Rund 57 Millionen Türken waren am Sonntag aufgerufen, in 81 Provinzen Bürgermeister, Gemeinderäte und andere Kommunalpolitiker zu wählen. Die Wahlbeteiligung lag bei rund 84 Prozent.

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