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Nach Streit um Botschafter : Der nächste Konflikt mit Erdogan steht bevor

Der türkische Präsident Erdogan Tayyip Erdogan am Montag in Ankara Bild: Reuters

Die Krise um die Botschafter ist beigelegt, die Krise um Kavala bleibt. Nun droht der Türkei der Ausschluss aus dem Europarat.

          4 Min.

          Es war ein Sieg der Diplomatie, der zunächst gar nicht in Reichweite zu liegen schien. Denn am Samstag hatte sich der türkische Präsident Tayyip Erdogan nach seiner Ankündigung, zehn Botschafter befreundeter Staaten zu „unerwünschten Personen“ zu erklären, schweigend zurückgezogen.

          Rainer Hermann
          Redakteur in der Politik.
          Johannes Leithäuser
          Politischer Korrespondent in Berlin.

          In türkischen Medien hieß es, das Außenministerium habe nach Erdogans erster, noch verklausulierten Drohung vom Donnerstag ergebnislos versucht, ihm die Folgen einer Ausweisung der Botschafter klar zu machen.

          Dann nahmen, so unbestätigte Berichte türkischer Medien, der amerikanische Botschafter in Ankara und zwei Vertraute Erdogans, sein kluger außenpolitischer Berater Ibrahim Kalin und der erfahrene Außenminister Mevlüt Çavuşoglu, miteinander Kontakt auf, um eine gesichtswahrende Formel zu finden und den Konflikt beizulegen.

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