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Amerikas Rückzug : Erdogan: Trump hat richtige Entscheidung für Syrien getroffen

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Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan Bild: Reuters

Kurz vor dem Besuch des amerikanischen Sicherheitsberaters John Bolton drängt der türkische Präsident auf Einfluss bei der Befriedung Syriens. Nur die Türkei könne gleichzeitig mit Russland und Amerika kooperieren.

          Die Türkei will den Friedensprozess in Syrien in führender Rolle mitgestalten. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan schrieb in einem am Montag veröffentlichten Gastbeitrag für die „New York Times“, sein Land sei sowohl in den Genfer als auch in den Astana-Prozess eingebunden gewesen und somit der einzige Interessenvertreter, der gleichzeitig mit Amerika und Russland zusammenarbeiten könne. „Wir werden auf diese Partnerschaften aufbauen, um die Arbeit in Syrien zu erledigen.“ Sein Land beabsichtige, „mit unseren Freunden und Verbündeten zusammenzuarbeiten und unsere Maßnahmen zu koordinieren“.

          Die Gespräche in Astana wurden von Russland, dem Iran und der Türkei organisiert, die Friedensgespräche in Genf liefen unter Vermittlung der Vereinten Nationen.

          Am Dienstag besucht der Sicherheitsberater von Präsident Donald Trump, John Bolton, die Türkei. Themen dürften unter anderem sein, wie es mit dem amerikanischen Truppenabzug aus Syrien weitergeht und welche Rolle die Türkei dann dort spielen wird, zum Beispiel im Kampf gegen den Islamischen Staat. Ein weiteres Thema dürfte die geplante Offensive der Türkei gegen kurdische Truppen in Nordsyrien sein. Die Türkei sieht die Kurden dort als Terroristen an. Für Amerika sind sie hingegen wichtige Alliierte im Kampf gegen den IS.

          „Kein Streit mit den syrischen Kurden“

          Erdogan schrieb in dem Gastkommentar, es sei an der Zeit, dass alls Beteiligten ihre Kräfte bündelten, um den Terror des Islamischen Staats zu beenden und die territoriale Integrität Syriens zu bewahren. „Die Türkei bietet an, diese schwere Last in einer kritischen Zeit der Geschichte zu tragen. Wir zählen darauf, dass die internationale Gemeinschaft an unserer Seite steht.“

          Erdogan schlug die Schaffung einer Stabilisierungstruppe vor, die Kämpfer aus allen Teilen der syrischen Gesellschaft aufnehmen solle. „In diesem Sinne möchte ich darauf hinweisen, dass wir keinen Streit mit den syrischen Kurden haben.“ Die Gemeinderäte in überwiegend kurdischen Teilen Nordsyriens sollten hauptsächlich aus Vertretern der kurdischen Gemeinschaft bestehen, zugleich sollten auch andere Gruppen fair politisch repräsentiert werden.

          Erdogan schrieb, der von Präsident Trump angekündigte Abzug der Truppen müsse sorgfältig geplant und mit den richtigen Partnern durchgeführt werden, „um die Interessen der USA, der internationalen Gemeinschaft und des syrischen Volks zu schützen“. Die Türkei sei das einzige Land mit der Macht, diese Aufgabe durchführen zu können. Trump habe mit seiner Entscheidung, aus Syrien abzuziehen, alles richtig gemacht.

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