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Säbelrasseln Richtung Westen : Erdoğan denkt laut über türkische Atombombe nach

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Bombengedanken: Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan am Donnerstag im AKP-Hauptquartier in Ankara bei einer Sitzung seiner Partei Bild: AFP

Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan schimpft auf den Westen und droht damit, sein Land atomar zu bewaffnen. Der nächste Milliarden-Deal mit Moskau könnte bald folgen.

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          Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan strebt danach, sein Land atomar zu bewaffnen. Das berichtet die österreichische Zeitung „Der Standard“ am Donnerstag. Die Absicht soll der 65 Jahre alte Vorsitzende AKP-Vorsitzende bereits vergangenen Mittwoch bei einem Wirtschaftsgipfel im zentralanatolischen Sivas geäußert haben. Es sei „inakzeptabel“ zitiert „Der Standard“ Erdoğan, „dass manche Länder über Atomraketen verfügen und die Türkei nicht.“

          Sein Land habe nicht nur Amerikas Präsidenten Donald Trump sondern auch seinen Amtsvorgänger Barack Obama um intelligente Bomben gebeten. In beiden Fällen seien die Bitten folgenlos geblieben. Darum werde die Türkei nun „sie selbst bauen.“

          Die Äußerungen des türkischen Staatspräsidenten fallen in eine Zeit wachsender Spannungen mit den Amerikanern. Washington fühlt sich provoziert vom Kauf moderner russischer Raketenabwehrsysteme des Typs S-400. Die amerikanische Regierung entschied daraufhin, die Türkei aus dem Programm für das Kampfflugzeug F-35 „Lightning II“ streichen.

          Eine atomare Bewaffnung der Türkei käme einer sicherheitspolitischen Kehrtwende gleich. Im Jahr 1980 hat das Land den Atomwaffen-Nichtverbreitungsvertrag unterzeichnet. 1996 trat sie zusätzlich einem weiteren Abkommen bei, das Atomtests ächtet.

          Darüber hinaus zählt die Türkei seit 1952 zur Nato. Westliche Beobachter fürchten, dass der Kauf des russischen Raketenabwehrsystems ein Indiz dafür ist, dass  Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan sein Land vom Westen weiter abrücken könnte. Ende August besuchte der türkische Präsident die russische Luftfahrtmesse in Schukowski, nahe Moskau, und ließ sich von Russlands Staatspräsident Wladimir Putin eine russische SU-57 zeigen. Das Tarnkappen-Kampfflugzeug gilt als Kandidat, um die amerikanische F-35 zu ersetzen. Es wäre ein Milliardendeal mit Moskau.

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