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Entwicklungsminister Müller : Regierungsflugzeug in Afrika schon wieder am Boden

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Ein Flugzeug des Typs Global 5000 der Flugbereitschaft im April 2014 in Hannover Bild: dpa

Schon wieder muss Entwicklungsminister Müller bei seiner Afrikareise am Boden bleiben. Nach einem Defekt in Malawi bleibt das Regierungsflugzeug auch in Sambia liegen.

          Vier Tage nach dem Ausfall des Regierungsfliegers in Malawi fliegt die Maschine am Freitagmorgen nach Sambia. Doch das Aufatmen ist nur kurz: Als die Global 5000 von Ndola aus die Heimreise gen Deutschland antreten will, kommt gräulicher Rauch aus einem der Triebwerke. Dann die Ansage: ein neuer Defekt, der einen Weiterflug unmöglich macht. Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) und seine Delegation müssen umplanen: „Wir helfen uns jetzt selbst und fliegen mit afrikanischen Linien zurück“, sagt Müller. Abermals auf eine Reparatur zu warten, ist keine Option mehr.

          Das Flugzeug war zunächst am Montag mit einem defekten Ventil am Boden geblieben, als Müller nach der ersten Station seiner Afrika-Reise von Malawi nach Sambia weiterfliegen wollte. Mit einer kleinen Propellermaschine schaffte es der Minister noch rechtzeitig zu politischen Gesprächen in der Hauptstadt Lusaka, andere Teile des Programms mussten aber umgeworfen oder gestrichen werden. Nach Sambia war noch Namibia geplant, doch dieser Besuch soll nun zu einem späteren Termin nachgeholt werden.

          Auch die Reparatur in Malawi verlief nicht ohne Pech und Pannen: Eine aus Deutschland eingeflogene Mechanikercrew traf zwar am Mittwoch in Lilongwe ein, doch das nötige Ersatzteil hing in Johannesburg fest und kam erst am Donnerstag an. Nach Einschätzung von Minister Müller haben die Pannen und die Verzögerungen bei der Reparatur das Image von „Made in Germany“ in Afrika erheblich beschädigt. „Diese Kette von technischen Problemen muss jetzt gründlich aufgearbeitet werden“, sagte er am Freitag in Ndola (Sambia) vor der Rückreise. Ursprünglich war der Rückflug Müllers aus Afrika bereits für Donnerstag geplant – das aber von Namibia aus.

          Die zusätzliche Zeit in Sambia nach dem ersten Maschinen-Ausfall nutzte Müller am Donnerstag zu einer Fahrt an die kongolesische Grenze und Gesprächen mit Behördenvertretern und dem UN-Flüchtlingshilfswerk über die Situation von Flüchtlingen in der Region. Nach den Wahlen im Kongo wird befürchtet, dass der Streit über das Ergebnis in Gewalt umschlägt und Zigtausende Kongolesen in die Flucht treibt. In einer Kupfermine machte sich Müller, der sich für faire und menschenwürdige Arbeit vom Rohstoff bis zum Endprodukt einsetzt, ein Bild von den Abbaubedingungen vor Ort.

          Auch in Malawi stand das Thema Armutsbekämpfung auf der Agenda. Deutschland engagiert sich dort in den Schwerpunkten Bildung, Gesundheit und Entwicklung des ländlichen Raums.

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