https://www.faz.net/-gpf-a9xmq

Sexismus-Skandal in Australien : Prostituierte im Parlament und Sex im Gebetsraum

Teilnehmer einer Demonstration gegen sexuellen Missbrauch und Belästigung von Frauen am 15. März in Canberra Bild: AP

Neue Enthüllungen weiten den Skandal um sexuelles Missverhalten gegenüber Frauen im australischen Parlament aus. Premierminister Morrison bezeichnet die Bilder und Videos als „ekelhaft“ – und gesteht eigene Fehler ein.

          3 Min.

          Das australische Fernsehen hatte die Videos und Fotos, auf denen sexuelle Handlungen in den Räumen des Parlaments zu sehen sein sollen, nur stark verpixelt gezeigt. Das änderte nichts daran, dass sie in Canberra einschlugen wie eine Bombe. Vor dem Hintergrund der seit Wochen anhaltenden Diskussion über Sexismus, sexuelles Fehlverhalten und eine „toxische“ Arbeitskultur auf den Fluren, in den Büros und Hinterzimmern der Hauptstadt hat das, was darin angedeutet wurde, einiges an Sprengkraft.

          Till Fähnders
          Politischer Korrespondent für Südostasien.

          So soll eines der Videos einen Mann zeigen, der auf dem Schreibtisch einer Abgeordneten masturbierte. Vor allem Premierminister Scott Morrison, der schon aufgrund einer mutmaßlichen Vergewaltigung in dem Büro einer Ministerin unter Druck steht, brachten die Aufnahmen in Erklärungsnöte. Denn die Urheber der Bilder, die aus einer Chat-Gruppe stammen sollen, sind den Berichten zufolge Mitarbeiter seiner Regierungskoalition.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Aufruhr im Schwimmen : Zurück im Doping-Sumpf

          Ryan Murphy wird von Jewgeni Rylow geschlagen. Der Amerikaner spricht im Anschluss von einem Rennen, das „wahrscheinlich nicht sauber“ war – und wird vom Olympischen Komitee Russlands als Verlierer verhöhnt.

          Flutwarnung in Ahrweiler : Warum wurde nicht evakuiert?

          Menschenleben hätten gerettet werden können, wenn die Verantwortlichen im Kreis Ahrweiler früher gehandelt hätten. Der rheinland-pfälzische Innenminister verspricht, den Katastrophen-Abend aufzuklären.