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Entführung beendet : UN-Soldaten von den Golanhöhen sind frei

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Die 45 festgehaltenen Soldaten in den Händen der Al-Nusra-Front Bild: AP

Die islamistische Al-Nusra-Front hat die im Süden Syriens verschleppten UN-Soldaten freigelassen. Das haben die Vereinten Nationen bestätigt. Den Männern geht es gut.

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          Die seit zwei Wochen im Süden Syriens festgehaltenen UN-Soldaten sind wieder frei. Das bestätige ein Sprecher der Vereinten Nationen am Donnerstag über den Kurznachrichtendienst Twitter. Die 45 Soldaten aus den Fidschi-Inseln seien der UN-Beobachtermission auf den Golanhöhen (Undof) übergeben worden, hieß es. Sie seien in guter Verfassung.

          Die radikal-islamische Al-Nusra-Front, der syrische Ableger des Terrornetzwerks Al Qaida, hatte die UN-Beobachter Ende August auf dem syrischen Teil der Golanhöhen in ihre Gewalt gebracht. Am Mittwochabend hatte die Al-Nusra-Front die Freilassung in einem veröffentlichten Video angekündigt. Demnach waren der Entscheidung Beratungen mit religiösen Führern vorausgegangen. Die Regierung der Fidschi-Inseln hatte bereits in der Nacht zum Mittwoch die baldige Freilassung der Blauhelm-Soldaten bekanntgegeben, diese Erklärung aber kurz darauf wieder zurückgezogen.

          Die Islamisten hatten nach der Entführung der UN-Soldaten am 28. August zunächst Bedingungen für die Freilassung der Geiseln gestellt, unter ihnen die Streichung ihrer Gruppe von der Terrorliste der Vereinten Nationen. Laut einem syrischen Aktivisten vermittelte nun ein arabischer Golfstaat die Freilassung der Soldaten.

          Die Soldaten aus Fidschi sind Teil der UN-Beobachtermission Undof. Die Undof überwacht seit 1974 den Waffenstillstand und die Pufferzone auf den dünn besiedelten Golanhöhen, die von strategischer Bedeutung sind. Die westlichen zwei Drittel des Gebiets wurden von Israel im Sechstagekrieg 1967 besetzt, die internationale Gemeinschaft erkennt die Annexion nicht an. Offiziell gehört der gesamte Höhenzug damit weiter zu Syrien. Derzeit sind in dem umstrittenen Gebiet etwa 1200 UN-Soldaten von den Fidschi-Inseln, den Philippinen, aus Indien, Nepal, Irland und den Niederlanden stationiert.

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