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Lockerungen in England : „Wir brauchen nicht länger Masken in Klassenräumen“

  • Aktualisiert am

Der britische Premierminister Boris Johnson gibt am 10. Mai eine Pressekonferenz zu den bevorstehenden Lockerungen. Bild: AFP

Vom 17. Mai an dürfen sich Menschen in England wieder drinnen treffen. Auch Restaurants, Theater, Kinos und Museen dürfen ihre Innenräume öffnen, verkündet Premierminister Johnson. Schottland, Wales und Nordirland ziehen nicht mit.

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          In England dürfen die Menschen dank einer zunehmend entspannten Corona-Lage ab der kommenden Woche wieder ihren Liebsten wieder näher kommen. Man dürfe dann wieder selbst entscheiden, ob man mit engeren Freunden und Familie auf Abstand bleibe oder nicht, kündigte Premier Boris Johnson am Montag in London an. „Das heißt nicht, dass wir unsere Vorsicht in den Wind schlagen können.“ Jeder Einzelne solle bedenken, wie gefährdet die eigenen Angehörigen seien und ob sie bereits gegen das Virus geimpft worden seien.

          Ab dem 17. Mai werden in England die Kontaktbeschränkungen deutlich gelockert: Seit Monaten dürfen sich erstmals Menschen auch wieder drinnen mit bis zu sechs Personen aus zwei Haushalten treffen. Draußen sind sogar Gruppen von bis zu 30 Personen erlaubt. Zudem darf die Gastronomie in Innenräumen wieder Gäste empfangen, ebenso wie auch Theater, Kinos und Museen. „Nächsten Montag können Sie in einem Pub oder Restaurant sitzen. Sie können ins Kino gehen und Kindern können wieder drinnen spielen“, sagte Johnson.

          Bis zu 10.000 Zuschauer im Freien

          Darüber hinaus plant die britische Regierung, auch Schulen und Universitäten wieder in den Regelbetrieb zu versetzen. „Wir brauchen nicht länger Masken in Klassenräumen. Schüler und Studenten können zum Präsenzunterricht zurückkehren, wo sie zwei Mal pro Woche getestet werden sollten“, verkündete der Premierminister.

          Johnsons Weg aus dem Lockdown sieht für diese Lockerungsphase in den größten Outdoor-Sportstätten, in denen Abstandhalten möglich ist, bis zu 10.000 Zuschauer vor. Die letzten beiden Spieltage der Premier League können somit nach langer Zeit wieder vor einem großen Publikum stattfinden. Medienberichten zufolge könnten sogar pro Spiel bis zu 500 auswärtige Fans erlaubt sein.

          Gleichzeitig wird auch das strikte Reiseverbot aufgehoben und durch ein Ampelsystem ersetzt: Je nach Infektionslage gelten bei der Rückkehr unterschiedlich strenge Regeln – nur Einreisenden aus „grünen Ländern“, zu denen in Europa bislang nur Portugal gehört, bleibt eine Quarantäne erspart. Im Inland dürfen Hotels und Pensionen ebenfalls wieder öffnen.

          Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt in Großbritannien derzeit bei 21 Fällen pro 100.000 Einwohnern. Auf einer fünfstufigen Alarmstufen-Skala senkte die Regierung die Gefährdungsstufe der Epidemie im Land von vier auf drei. Schottland, Wales und Nordirland legen ihre eigenen Corona-Maßnahmen fest und gehen sogar noch etwas vorsichtiger vor als Premier Boris Johnson, dessen Regierung nur für England entscheiden kann.

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