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Golf von Oman : Emirate nennen Sabotage „staatsfeindliche Operationen“

  • Aktualisiert am

Hafenanlagen von Fudschaira Bild: dapd

Nach Angaben der Vereinigten Arabischen Emirate sind vier Handelsschiffe Ziel von Sabotageversuchen geworden. Das Land warnt vor einer gefährlichen Entwicklung. Amerikas Außenminister reist nach Brüssel zu Beratungen über Iran.

          Vor der Ostküste der Vereinigten Arabischen Emirate soll es nach Angaben des Außenministeriums Sabotageversuche gegen vier Handelsschiffe aus verschiedenen Ländern gegeben haben. Es habe sich um „staatsfeindliche Operationen“ in der Nähe des Hoheitsgebietes des Landes gehandelt, teilte das Ministerium am Sonntag mit.

          Details zu den Zwischenfällen in der Nähe des Emirats Fudschaira wurden nicht genannt. Es habe aber keine Opfer gegeben, auch seien weder Schadstoffe noch Treibstoff ausgetreten.

          Das kleine Emirat Fudschaira liegt im Osten der VAE am Golf von Oman, der die Arabische Halbinsel und den Iran trennt. Hier befindet sich eine der wichtigsten Wasserstraßen der Welt für Ölexporte. Der Hafen von Fudschaira ist ein wichtiger Lager- und Umschlagort vor allem für Öl. Zuletzt hatten die Spannungen in der Region massiv zugenommen. Hintergrund ist der Konflikt mit dem Iran.

          „Handelsschiffe zu sabotieren und das Leben der Crews zu bedrohen ist eine gefährliche Entwicklung“, hieß es in der Mitteilung des Außenministeriums, das die staatliche Nachrichtenagentur WAM verbreitet hatte.

          Zuvor hatte der arabische Fernsehsender Al-Majadin von einem Zwischenfall im Hafen selbst berichtet. Es soll zu Explosionen auf mehreren Tankschiffen gekommen sein. Das Medienbüro des Emirats Fudschaira wies die Berichte als vollkommen falsch zurück. Die Arbeiten im Hafen gingen wie gewohnt weiter. Al-Majadin ist ein Sender mit Sitz in Beirut und gilt als vom Iran gesteuert.

          Pompeo kommt nach Brüssel

          Angesichts der zunehmenden Spannungen im Nahen Osten kommt der amerikanische Außenminister Mike Pompeo kommtzu Gesprächen über den Iran nach Brüssel. Das kündigte ein Mitarbeiter des Außenministeriums kurz vor Pompeos Abreise an. Seinen ursprünglich geplanten Besuch in Moskau sagte der Minister demnach ab. Stattdessen wird Pompeo am Dienstag nach Sotschi fliegen und dort Russlands Präsident Wladimir Putin treffen.

          Die EU-Außenminister kommen ab 10 Uhr in Brüssel zusammen, um über den Iran zu beraten. Das Land hatte zuvor angekündigt, bestimmte Auflagen aus dem Atomabkommen nicht mehr einzuhalten und binnen 60 Tagen mit weiteren Schritten gedroht. Die Vereinigten Staaten hatten daraufhin ihre Sanktionen gegen Teheran verschärft und Kriegsschiffe und Langstreckenbomber in die Region verlegt.

          Die Vereinigten Staaten haben inzwischen ihre Militärpräsenz in der Region erhöht. Das Pentagon verlegte zuletzt den Flugzeugträger „USS Abraham Lincoln“ und eine Bomberstaffel Richtung Iran und begründete dies damit, dass es Hinweise darauf habe, dass das Land Angriffe auf Truppen unternehmen könne. Am Freitag kündigte das Ministerium auch die Verlegung der „USS Arlington“ und eines Patriot-Systems in die Region an. Wie auch im Fall des Flugzeugträgers war die Verlegung der „USS Arlington“ schon länger geplant, wurde aber beschleunigt.

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