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Persischer Golf : Emirate melden „Sabotageakte“ gegen vier Handelsschiffe

  • Aktualisiert am

Ein Öltanker vor dem Küstenort Fudschaira am Persischen Golf Bild: AP

Eskaliert der Streit am Persischen Golf? Die Vereinigten Arabischen Emirate haben „Sabotageakte“ gegen vier Handelsschiffe gemeldet. Dahinter stecken könnte der Konflikt zwischen den Vereinigten Staaten und Iran.

          Die Vereinigten Arabischen Emirate haben „Sabotageakte“ gegen vier Handelsschiffe vor ihrer Golfküste gemeldet. „Vier kommerzielle, zivile Handelsschiffe unterschiedlicher Nationalitäten“ seien am Sonntagmorgen nicht näher beschriebenen Attacken vor der Küste des Emirats Fudschaira im Nordosten des Landes ausgesetzt gewesen, teilte das Außenministerium mit.

          Bei den Zwischenfällen sei niemand an Bord der Schiffe verletzt worden, hieß es in der von der amtlichen Nachrichtenagentur Wam verbreiteten Erklärung. Es seien auch weder Öl noch chemische Substanzen ausgetreten.

          „Alle notwendigen Maßnahmen ergriffen“

          Aufgrund des Rückzugs der Vereinigten Staaten aus dem Atomabkommen mit Iran und verschärfter Handelssanktionen nehmen die Spannungen in der Region weiter zu. Washington hat in den vergangenen Tagen Kriegsschiffe in den Persischen Golf geschickt. Außenminister Mike Pompeo hatte in einem Interview mit dem Fernsehsender CNBC zwar gesagt, dass die Vereinigten Staaten keinen Krieg mit Iran beginnen wollen, es solle aber genügend Abschreckungspotenzial vor Ort sein, um die amerikanische Sicherheit zu erhöhen. Amerikas Geheimdienste sollen vor Angriffen der Iraner gewarnt haben.

          Die iranische Seite sprach daraufhin eine militärische Drohung aus: Amerikanische Schiffe könnten ins Visier genommen werden. Amirali Hadschisadeh, Chef der Luftwaffeneinheit der Revolutionsgarden, sagte in der hiesigen Nachrichtenagentur Insa, dass sie die Amerikaner am Kopf treffen würden, würden diese sich in den iranischen Gewässern bewegen.

          Das Ministerium der Emirate verurteilte den „schwerwiegenden Vorfall“. Die Behörden hätten „alle notwendigen Maßnahmen ergriffen“ und eine Untersuchung in Zusammenarbeit mit örtlichen und internationalen Organisationen eingeleitet. Zudem rief der Golfstaat die internationale Gemeinschaft auf, derartige Aktionen durch „Parteien, welche der Sicherheit der Schifffahrt schaden wollen“, zu unterbinden.

          Gleichzeitig widersprach das Ministerium Gerüchten über angebliche Zwischenfälle im Hafen von Fudschaira am Sonntagmorgen. Der Betrieb in dem Hafen laufe ohne Störungen. Beim iranischen Auslandssender Press TV hatte es mit dem Verweis auf eine libanesische Nachrichtenagentur geheißen, dass sieben Öltanker angegriffen worden seien.

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