https://www.faz.net/-gpf-aipou

Bob Dole : Einstiger US-Präsidentschaftskandidat gestorben

  • Aktualisiert am

Bob Dole bei einer Wahlkampfrede im Februar 1996 Bild: AFP

Der Republikaner war ein Gegenspieler von Bill Clinton – unterlag ihm aber bei der amerikanischen Präsidentschaftswahl 1996. Nun ist Bob Dole im Alter von 98 Jahren gestorben.

          1 Min.

          Der frühere amerikanische Senator und einstige republikanische Präsidentschaftskandidat Bob Dole ist im Alter von 98 Jahren gestorben. Er sei am Sonntagmorgen friedlich eingeschlafen, teilte die Stiftung seiner Frau Elizabeth mit. Dole hat als Abgeordneter, Senator und Präsidentschaftskandidat Jahrzehnte der amerikanischen Politik mitgestaltet.

          Dole war bei der Wahl 1976 als Präsident Gerald Fords Vize-Kandidat angetreten, bei der Abstimmung setzte sich jedoch der Demokrat Jimmy Carter durch. Bei der Präsidentschaftswahl 1996 trat er gegen den damals amtierenden Demokraten Bill Clinton an, der sich eine zweite Amtszeit sichern konnte. Danach zog Dole sich aus der Politik zurück.

          Dole diente im Zweiten Weltkrieg im US-Militär und wurde in Italien verwundet. Später studierte er Jura, wurde Staatsanwalt und ging schon 1960 als Abgeordneter in die Politik. Acht Jahre später wurde er für seinen Heimat-Bundesstaat Kansas erstmals in den Senat gewählt. In seinen drei Jahrzehnten im Senat war er viele Jahre Fraktionsvorsitzender der Republikaner.

          Zusammen mit dem Minderheitsführer der Republikaner im Repräsentantenhaus, Newt Gingrich, bemühte er sich ab 1993 erfolgreich, die Politik des neuen Präsidenten Clinton zu verhindern. Auch die von Clinton angestrebte Gesundheitsreform fiel der Opposition der Republikaner zum Opfer. Von 1995 bis Mitte 1996 war Dole Mehrheitsführer im Senat – und konnte Clintons Politik nun viel effektiver ausbremsen, bevor er sich zur Kandidatur gegen ihn entschloss und sein Senatsmandat aufgab.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Kennt die Vorzüge Emdens als Standort bestens: Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil.

          Wettlauf um Batteriefabriken : „Unsittlich hohe Subventionen“

          Emden wäre der perfekte Standort für eine Batteriezellfabrik, findet Stephan Weil. Im Interview spricht Niedersachsens Ministerpräsident über Klimaschutz, Probleme bei VW – und was die Bundespolitik dringend befolgen sollte.
          Eine Intensivfachpflegerin betreut auf der Intensivstation des Gemeinschaftskrankenhauses Havelhöhe einen Covid-19-Patienten.

          Coronavirus in Deutschland : Die Inzidenz steigt weiter stark an

          Die Omikron-Variante des Coronavirus breitet sich weiter aus. Das Robert-Koch-Institut registriert fast 75.000 Neuinfektionen und eine Sieben-Tage-Inzidenz von 553,2. Seit Pandemie-Beginn hat sich fast jeder Zehnte in Deutschland mit Covid-19 infiziert.
          Obwohl selbst gerade unter Beschuss hat Boris Johnson viel vor mit der BBC: Muss der britische Sender bald ohne Rundfunkgebühren auskommen?

          Medienplan von Boris Johnson : Geht die BBC jetzt pleite?

          Boris Johnson will die Rundfunkgebühren für die BBC streichen. Was folgt daraus für den öffentlich-rechtlichen Sender, der wie die Queen britische Werte verkörpert?