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Nach vollständiger Impfung : Einreise nach England ohne Quarantäne

Reisende im Flughafen Heathrow im Juni Bild: Reuters

Europäische Impfpässe sollen demnächst auch in England anerkannt werden. Wer damit einreisen möchte, muss sich danach nicht mehr selbst isolieren. Bei amerikanischen Nachweisen gibt es noch Bedenken.

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          Reisende aus der Europäischen Union und den Vereinigten Staaten, die vollständig geimpft sind, sollen demnächst nach England reisen können, ohne sich dort in Quarantäne begeben zu müssen. Wie die BBC berichtet, habe das Covid-Komitee der britischen Regierung das am Mittwoch entschieden. Die Entscheidung gilt erst einmal nur für England, doch wird erwartet, dass zumindest Wales nachzieht. Nordirland und Schottland müssen noch entscheiden, ob sie sich dem anschließen.

          Oliver Kühn
          Redakteur in der Politik.

          Die Entscheidung bedeutet, dass Impfpässe aus der Europäischen Union und den Vereinigten Staaten in England anerkannt werden. Das ist bislang nicht der Fall. Bislang konnten nur Einreisende die Quarantäne umgehen, wenn sie in Großbritannien geimpft worden waren. Bei den digitalen Nachweisen aus der Europäischen Union gab es in der Regierung weniger Bedenken als bei jenen aus den Vereinigten Staaten. Dort liegt die Ausgestaltung nicht bei der Regierung in Washington D.C., sondern bei den Regierungen der Bundesstaaten. Wie britische Medien am Mittwoch berichteten, habe es Befürchtungen hinsichtlich der Fälschungssicherheit der amerikanischen Papierausweise gegeben.

          Der konservative Abgeordnete Roger Gale sagte, die Entscheidung sei wichtig für die britische Tourismusbranche. Die Tatsache, dass schwer zu überprüfen sei, ob amerikanische Impfpässe tatsächlich echt seien, sei „nicht ideal“, aber irgendetwas müsse getan werden, um die britische Reiseindustrie zu retten.

          Die oppositionelle Labour-Partei kritisierte das Vorhaben der Regierung schon vor der Entscheidung. Die stellvertretende Parteivorsitzende Angela Rayner sagte, sie könne verstehen, dass die Menschen wieder zu einem Normalzustand zurückkehren und reisen wollten. Die Pläne der Regierung seien jedoch „leichtsinnig“. Sie warnte davor, dass eine neue Virusvariante ins Land eingeschleppt werden könnte.

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