https://www.faz.net/-gpf-9c4uw

Saudische Macht am Tempelberg : Streit um das Heiligtum

Der Felsendom auf dem Jerusalemer Tempelpunkt könnte zum Streitpunkt zwischen Jordanien und Saudi-Arabien werden. Bild: dpa

Saudi-Arabien nutzt den Tempelberg in Jerusalem, um Druck auf Jordanien auszuüben. Dahinter könnte die Überlegung stehen, die Frage um Jerusalem im amerikanischen Friedensplan für die Region auszuklammern.

          4 Min.

          Die Nahost-Politik des amerikanischen Präsidenten Donald Trump löst in Jerusalem Sorge darüber aus, was aus der Hoheit über die muslimischen und christlichen heiligen Stätten werden soll. Die Spekulationen und Gerüchte sind ins Kraut geschossen, seit Washington Jerusalem als Hauptstadt Israels anerkannt hat.

          Jochen Stahnke

          Politischer Korrespondent für Israel, die Palästinensergebiete und Jordanien mit Sitz in Tel Aviv.

          Ein Weiteres trägt die gegen Iran gerichtete Allianz aus Amerika, Israel und sunnitischen Staaten um Saudi-Arabien bei. Denn Saudi-Arabien versucht, auf Kosten Jordaniens seinen Einfluss auf dem Tempelberg, der als die drittheiligste Stätte des Islams gilt, auszuweiten. Dazu finanziert Saudi-Arabien islamische Stiftungen, die in Jerusalem wirken, und es hat direkt Kontakt zu Mitarbeitern der von Jordanien geleiteten Behörde für religiöse Stiftungen, Waqf, aufgenommen.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

          FAZ.NET komplett

          : Neu

          F.A.Z. Woche digital

          F.A.Z. digital – Jubiläumsangebot

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Etwas für jeden Geschmack: Sexpuppen im Dortmunder Bordoll.

          Sexpuppen : „Die Mädels hier sind mir lieber“

          Das Geschäft mit Sexpuppen wächst. Die Kritik daran auch – spätestens, seit ein Unternehmen lebensechte Kinderpuppen herstellt. Doch was sind das für Männer, die Puppen echten Frauen vorziehen? Ein Bordellbesuch.

          Ramelows Angebot : Der Coup von Erfurt

          Das Angebot von Bodo Ramelow, seine Vorgängerin übergangsweise Thüringen regieren zu lassen, ist ein doppelt vergiftetes. Gleichwohl müssen alle Beteiligten aus dem Erfurter Dilemma lernen, neue Wege und Koalitionen zu wagen.
          Anne Will und ihre Gäste: Sahra Wagenknecht (Die Linke), Alice Weidel (AfD), Wolfgang Kubicki (FDP), Peter Altmaier (CDU), Melanie Amann (Leiterin des „Spiegel“-Hauptstadtbüros) und Kevin Kühnert (SPD)

          AfD in Talkshows : Krokodil oder Großmutter?

          Wer rechte Parolen zum Verstummen bringen will, muss nicht aufhören, mit Rechten zu reden. Die Gespräche müssen sich verbessern – doch die AfD fährt ihre eigene Strategie.