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Priester in Schwulenbars? : Eine Dating-App wühlt Amerikas Katholiken auf

Papst Franziskus mit John Brian Bransfield, Kardinal Daniel DiNardo, Erzbischof José Horacio Gómez und Jeffrey D. Burrill im September 2019 im Vatikan Bild: Reuters

Ein Internetportal behauptet, der Generalsekretär der amerikanischen Bischofskonferenz verkehre in Schwulenbars – und beruft sich auf gekaufte Mobilfunkdaten. Für die einen ist das eine „Hexenjagd“, für andere legitime Recherche.

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          Die katholische Kirche in den Vereinigten Staaten wird von einer Big-Data-Affäre erschüttert. Der Skandal hat schon ein prominentes Opfer gefordert: Jeffrey Burrill, Generalsekretär der katholischen Bischofskonferenz der Vereinigten Staaten, hat nach nur acht Monaten Dienstzeit seinen Rücktritt erklärt. Ob es auch in der ebenfalls von dem Skandal betroffenen Erzdiözese Newark im Bundesstaat New Jersey und vielleicht sogar im Vatikan personelle Konsequenzen gibt, steht dahin.

          Matthias Rüb
          Politischer Korrespondent für Italien, den Vatikan, Albanien und Malta mit Sitz in Rom.

          Der Vorsitzende der amerikanischen Bischofskonferenz, Erzbischof José Gómez, äußerte sein Bedauern über die Demission Burrills. Die Bischofskonferenz habe am Tag vor dem Rücktritt ihres Generalsekretärs Kenntnis erhalten von „bevorstehenden Medienberichten über das möglicherweise unangemessene Verhalten von Monsignore Burrill“. Man habe dessen Rücktritt akzeptiert, um eine Belastung für die Arbeit der Bischofskonferenz abzuwenden. Gomez, der seit 2011 die Erzdiözese Los Angeles führt und 2019 als erster Latino an die Spitze der amerikanischen Bischofskonferenz gewählt wurde, hob hervor, es würden gegen Burrill aber „keine Vorwürfe wegen Fehlverhaltens gegenüber Minderjährigen“ erhoben.

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