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Ein Jahr Taliban-Herrschaft : Afghanistan braucht Hilfe

Hunderte Afghanen versuchten vor einem Jahr amerikanische in Militärmaschinen zu gelangen. Bild: AP

Nach dem Rückzug der westlichen Truppen und Geldgeber ist die Wirtschaft Afghanistans kollabiert. Humanitäre Nothilfe muss eine Perspektive bieten.

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          Der erste Jahrestag der Eroberung Kabuls durch die Taliban lenkt den Blick – vorbei am Krieg in der Ukraine, der Debatte über den Klimawandel und der drohenden Energiekrise – aus gutem Grund wieder auf Afghanistan. Denn das Leiden der Menschen hat dort nach einem Jahr Herrschaft der Taliban ein Ausmaß erreicht, bei dem die Welt nicht wegschauen darf, sondern handeln muss.

          Rainer Hermann
          Redakteur in der Politik.

          Armut und Hunger bestimmen das Leben der Afghanen. Jeder zweite Afghane hungert akut, Millionen Kinder sind unterernährt, Mädchen werden im Kindesalter zur Heirat weggegeben oder für einige Hundert Dollar verkauft. Jede zweite Familie hat keine Einkünfte, seit die Gelder wegbleiben, die zwei Jahrzehnte in das Land flossen. Den Angestellten im öffentlichen Dienst können die herrschenden Taliban aber keine Gehälter zahlen.

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