https://www.faz.net/-gpf-9zfqv

Ein Jahr nach Ibiza : „Zackzackzack“ war in Wien alles anders

Der eine ist Geschichte, der andere fester im Sattel denn je: der frühere Vizekanzler und FPÖ-Vorsitzende Heinz-Christian Strache (hier links) und der alte und neue Bundeskanzler Sebastian Kurz Bild: dpa

Ein Video von der Balearenpartyinsel mit korruptionsbereiten FPÖ-Granden und einem „russischen“ Lockvogel hat Österreichs politische Landschaft umgepflügt. In Wien regieren nun erfolgreich zwei Gewinner der Ibiza-Affäre.

          3 Min.

          Ziemlich kalt erwischt wurden am 17. Mai 2019 am frühen Abend fast alle in Österreich. Einen beträchtlichen Teil der in Wien akkreditierten Auslandspresse beispielsweise ereilte die Meldung über ein skandalöses Video mit den FPÖ-Spitzen Heinz-Christian Strache und Johann Gudenus auf einer Tagung im malerischen Ausseerland zwischen zwei Vorträgen über die „Message Control“ der damaligen „türkis-blauen“ ÖVP-FPÖ-Regierung und über europäische Perspektiven eine Woche vor der EU-Wahl. Doch von kontrollierten Botschaften konnte keine Rede mehr sein, und auch die Europawahl stand unter völlig neuen Vorzeichen.

          Stephan Löwenstein

          Politischer Korrespondent mit Sitz in Wien.

          Es kam zu Premieren: Erstmals wurde in der österreichischen Republik ein Minister entlassen, eine Regierung mit parlamentarischem Misstrauensvotum aus dem Amt gejagt, eine Frau zur Bundeskanzlerin ernannt. Sie führte eine „Beamtenregierung“. Und ein Jahr nach dem Sturz der türkis-blauen Mitte-Rechts-Regierung gibt es heute erstmals eine türkis-grüne Koalition. Eines ist allerdings geblieben: Nach dem Intermezzo der Beamtenregierung ist wieder der ÖVP-Chef Sebastian Kurz Bundeskanzler. Nur ist er stärker denn je.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          F.A.Z. PLUS:

            im F.A.Z. Digitalpaket

          : Aktion

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+