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Russland-Ermittlungen : Ehemaliger Obama-Berater Craig angeklagt

  • Aktualisiert am

Gregory Craig (hier 2016 in Washington) hatte unter Präsident Barack Obama im Weißen Haus gearbeitet. Bild: dpa

Die Russland-Ermittlungen von Sonderermittler Mueller haben nun auch Konsequenzen für das Team um den ehemaligen Präsidenten Barack Obama.

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          Im Zuge der Ermittlungen von Russland-Sonderermittler Robert Mueller sind auch Anschuldigungen gegen einen früheren Berater des ehemaligen Präsidenten Barack Obama erhoben worden. Der Anwalt Gregory Craig wurde am Donnerstag angeklagt. Er soll Ermittler zu seiner Lobbytätigkeit für die frühere ukrainischen Regierung belogen haben.

          Der Partner der Großkanzlei Skadden, Arps, Slate, Meagher & Flom, der unter Obama im Weißen Haus gearbeitet hatte, war 2012 von der damaligen prorussischen Regierung in Kiew angeheuert worden. Er sollte das Image der Regierung aufpolieren, die durch den Prozess gegen die frühere Ministerpräsidentin Julia Timoschenko international in die Kritik geraten war.

          Die Staatsanwälte werfen dem 74-Jährigen vor, sich absichtlich nicht als Lobbyist für eine ausländische Regierung registriert zu haben. Außerdem soll er versucht haben, das Einkommen dieser Lobbytätigkeit zu verbergen. Der Anwalt bestreitet die Vorwürfe.

          Craig ist der erste Demokrat, gegen den im Zuge der Mueller-Ermittlungen Anklage erhoben wurde. Im Zusammenhang mit seiner Lobbytätigkeit für die Ukraine wurde bereits der frühere Wahlkampfchef von Präsident Donald Trump, Paul Manafort, zu einer Haftstrafe verurteilt.

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