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Proteste in Ecuador : Präsident verhängt nach gewaltsamen Zusammenstößen Ausgangssperre

  • Aktualisiert am

Demonstranten protestieren in Quito gegen Ecuadors Staatschef Lenin Moreno. Bild: Reuters

Wie schon am Vortag eskaliert die Lage vor dem Parlamentsgebäude in Quito. Demonstranten werfen Steine, die Polizei antwortet mit Tränengas. Nun hat die Regierung eine Ausgangssperre nahe wichtiger Gebäude verhängt.

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          Ecuadors Präsident Lenín Moreno hat angesichts der heftigen Proteste eine nächtliche Ausgangssperre in der Nähe von wichtigen öffentlichen Gebäuden verhängt. Die Ausgangssperre gelte zwischen 20.00 Uhr und 5.00 Uhr unter anderem vor den Sitzen von Staatsorganen, heißt es in einem am Dienstag unterzeichneten Dekret.

          Zuvor hatten sich vor dem Parlament in der Hauptstadt Quito Regierungsgegner und Polizei wiederholt gewaltsame Auseinandersetzungen geliefert. Demonstranten gelang es am Dienstag, kurzzeitig in das Parlamentsgebäude einzudringen. Viele von ihnen waren maskiert und warfen Steine auf die Einsatzkräfte. Die Polizei setzte Tränengas ein. Bereits am Montag hatten Demonstranten versucht, das Parlamentsgebäude zu stürmen.

          Die seit Tagen anhaltenden Massenproteste in dem lateinamerikanischen Land richten sich gegen die gestiegenen Treibstoffpreise. Wegen der sozialen Unruhen hatte Präsident Moreno vergangene Woche bereits für 60 Tage den Ausnahmezustand verhängt.

          Am Montag besetzten die Demonstranten drei Erdölförderanlagen. Die Produktion an den Standorten im Amazonas-Gebiet musste deswegen gestoppt werden. Auf Anordnung von Präsident Moreno wurde Regierungssitz von Quito in die Küstenstadt Guayaquil verlegt. Die Dachorganisation der Ureinwohner, Conaie, kündigte für Mittwoch eine Großkundgebung mit mehr als 20.000 Teilnehmern in Quito an.

          Die Demonstranten geben Moreno die Schuld für den Anstieg der Preise, da er im März ein Abkommen mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) abgeschlossen hatte. Ecuador sicherte sich damit IWF-Kredite in Höhe von 4,2 Milliarden Dollar (gut 3,8 Milliarden Euro). Im Gegenzug wurde Morenos Regierung zur Auflage gemacht, die staatlichen Subventionen für Kraftstoff zu senken. Diese Subventionen schlagen mit 1,3 Milliarden Dollar im Jahr zu Buche.

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