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Referendum in Ecuador : Mehrheit für Amtszeitbegrenzung des Präsidenten

  • Aktualisiert am

Gegen seinen Vorgänger: Ecuadors Präsident Lenin Moreno zeigt seinen Abstimmungszettel Bild: AP

Rafael Correa war zehn Jahre Präsident seines Landes und würde gerne in das Amt zurückkehren. Doch das lehnen die Ecuadorianer mit deutlicher Mehrheit ab. Angestoßen hatte das Referendum ein ehemaliger Vertrauter.

          Bei einem Referendum in Ecuador haben die Wähler am Sonntag einer einer unbegrenzten Wiederwahl von Präsidenten eine Absage erteilt. Vorläufigen Ergebnissen zufolge stimmten 64 Prozent der Ecuadorianer für die Aufhebung eines entsprechenden Gesetzes, wie die Wahlbehörden mitteilten. Das Referendum war von Präsident Lenin Moreno angesetzt worden, um seinem Amtsvorgänger und ehemaligen Verbündeten Rafael Correa eine Rückkehr an die Staatsspitze zu verwehren.

          Insgesamt waren rund 13 Millionen Wahlberechtigte zur Stimmabgabe aufgerufen. Correa stand bis Mai 2017 zehn Jahre als Präsident an der Spitze des Landes. Mit seinem „Sozialismus des 21. Jahrhunderts“ prägte er die Politik des südamerikanischen Landes.

          Moreno, von 2007 bis 2013 sein Stellvertreter, hatte im Mai 2017 die Nachfolge Correas angetreten. Inzwischen ist zum scharfen Kritiker Correas geworden und wirft diesem Verschwendung der Öleinnahmen und Korruption vor. Im November setzte er das Referendum an.

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