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Russland : Dutzende Hausdurchsuchungen bei Nawalnyj-Unterstützern

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Alexej Nawalnyj am 8. September vor einem Wahllokal nach seiner Abstimmung Bild: dpa

Nur wenige Tage nach den Kommunalwahlen hat die russische Polizei mehr als 80 Häuser von Unterstützern Alexej Nawalnyjs durchsucht. Die Sprecherin des Oppositionsführers spricht von einem „Akt der versuchten Einschüchterung“.

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          Die russische Polizei hat am Donnerstag die Häuser von dutzenden Unterstützern des Oppositionsführers Alexej Nawalnyj durchsucht. Es seien quer durchs ganze Land „in mindestens 29 Städten mehr als 80 Adressen“ betroffen, teilte der Nawalnyj-Vertraute Leonid Wolkow auf Twitter mit. Unter anderem seien Büro-, Haus- und Wohnungsdurchsuchungen aus Wladiwostok, St. Petersburg und Jekaterinenburg gemeldet worden.

          Nawalnyjs Sprecherin Kira Jarmisch sprach von einem „Akt der versuchten Einschüchterung“. Sie warf den Behörden vor, die Opposition mundtot machen zu wollen. „Das einzige Ziel der Polizei ist es, unsere Unterlagen zu beschlagnahmen und unsere Arbeit lahmzulegen.“

          Vorwurf der Geldwäsche

          Die Polizeiaktionen hingen Wolkow zufolge mit den Ermittlungen der russischen Justiz gegen die Anti-Korruptionsstiftung Nawalnyjs zusammen. Gegen die Organisation des Kreml-Kritikers wird wegen des Vorwurfs der Geldwäsche ermittelt. Nawalnyj sieht darin einen Versuch, ihn zum Schweigen zu bringen.

          Die Hausdurchsuchungen erfolgten nur wenige Tage nach den russischen Kommunalwahlen. Dabei hatte der russische Präsident Wladimir Putin am Sonntag in Moskau einen deutlichen Dämpfer bekommen: Die Kreml-treuen Kandidaten errangen nur noch 25 von 45 Sitzen im Stadtparlament, 13 weniger als vor fünf Jahren. Landesweit gewannen bei den Gouverneurswahlen jedoch die vom Kreml unterstützten Kandidaten.

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