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Nach Geiselenthauptung : Duterte bittet Bundesregierung um Entschuldigung

  • Aktualisiert am

„Wir sind gescheitert“: der philippinische Staatschef Rodrigo Duterte Bild: Reuters

Der philippinische Präsident Rodrigo Duterte bedauert, dass das Militär die Hinrichtung der deutschen Geisel nicht verhindern konnte. Offenbar wäre die Befreiung aber beinahe geglückt.

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          Nach der Enthauptung eines verschleppten Deutschen auf den Philippinen hat sich Präsident Rodrigo Duterte bei der Angehörigen des Toten und bei der gesamten Bundesrepublik entschuldigt. Sein Militär habe den Tod der Geisel  trotz eines Großeinsatzes gegen die Entführer von der radikalislamischen Extremistengruppe Abu Sayyaf nicht verhindern können, sagte Duterte am Dienstag. „Wir haben wirklich unser Bestes gegeben. Wir waren dort, die Militäroperation lief schon eine Weile, aber wir sind gescheitert.“

          Der deutsche Segler war im November verschleppt worden, als er gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin im Seegebiet zwischen Malaysia und den Philippinen unterwegs war. Die Frau wurde bei dem Angriff der Abu Sayyaf getötet, für den Mann wollten die Extremisten Lösegeld verlangen. Die von ihnen gesetzte Frist für die Zahlung war am Sonntag abgelaufen. Am Montag tauchte dann ein Video auf, das die Enthauptung der Geisel zeigte.

          Der philippinische Generalstabschef Eduardo Ano sagte, dass der Deutsche zuvor beinahe gerettet worden wäre. Einen Tag vor der Enthauptung habe es ein Feuergefecht mit Abu Sayyaf gegeben. Sechs Bewaffneten sei es aber gelungen, mit dem 70 Jahre alten Mann zu fliehen.

          Duterte sagte, dass seine Regierung trotz des tragischen Falles weiterhin kein Lösegeld für Entführungsopfer zahlen wolle. Das würde den Extremisten nur ermöglichen, weitere Kämpfer zu rekrutieren. Stattdessen würden die Philippinen den Aufstand der Abu Sayyaf auf anderen Wegen niederschlagen, sagte Duterte. Unter anderem habe er China gebeten, sich an Patrouillen in den Piratengebieten zwischen Malaysia und den Philippinen zu beteiligen. Eine Antwort Pekings stehe noch aus.

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