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Duma-Wahl : Die zweite Familie des Sergej Lawrow

Sergej Lawrow auf einem Wahlplakat von Einiges Russland in Simferopol im September Bild: Reuters

Der russische Außenminister hat sich in den Wahlkampf eingemischt. Unter anderem wegen seines Drucks ist eine App des Oppositionellen Nawalnyj nicht mehr erreichbar. Doch er hat mit privaten Enthüllungen zu kämpfen.

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          Pünktlich zu Beginn der dreitägigen Wahlen zur Duma, dem russischen Unterhaus, steht die Person eines Spitzenkandidaten der Machtpartei im Mittelpunkt: Sergej Lawrow. Der 71 Jahre alte Diplomat, der seit mehr als 17 Jahren das Außenministerium leitet, ist in Russland beliebt. Daher hat die Kreml-Partei Einiges Russland ihn so auf seine Kandidatenliste gesetzt, dass die Wähler seinen Namen auf den Wahlzetteln lesen können. Niemand rechnet damit, dass Lawrow ein Duma-Mandat annimmt, das wäre ein enormer Macht- und Prestigeverlust. Aber Lawrow sollte den schleppenden Wahlkampf aufmischen, tat dies unter anderem, indem er jede Kritik an Sowjetdiktator Stalin geißelte, wohl in dem Glauben, das könne den Rivalen der Kommunisten Stimmen kosten.

          Friedrich Schmidt
          Politischer Korrespondent für Russland und die GUS in Moskau.

          Auch in das für das Machtlager wichtigste Vorwahlthema hat sich Lawrow persönlich eingeschaltet und eine „Einmischung“ der Vereinigten Staaten gerügt. Hintergrund ist, dass private amerikanische IT-Konzerne, anderen voran Apple und Google, sich lange nicht russischem Druck beugen wollten, Inhalte des inhaftierten russischen Oppositionsführers Alexej Nawalnyj aus ihren Angeboten  zu entfernen, insbesondere eine App, die Nawalnyjs Korruptionsenthüllungen mit Wahlempfehlungen gegen Einiges Russland verknüpft.

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