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Extreme Wetterlagen : Drohen in Italien bald „Wasserkriege“ zwischen den Regionen?

Extrem niedriger Wasserpegel: Italiens größter Fluss Po Bild: Action Press

Das Wasser ist in Italien extrem knapp und die Temperaturen sind ungewöhnlich hoch. Die Regierung hat in fünf Regionen den Dürre-Notstand beschlossen.

          3 Min.

          Ministerpräsident Mario Dra­ghi hat am Montag seinen Terminplan für die neue Arbeitswoche – jene nach dem „Gipfelmarathon“ von der EU über die G 7 bis zur NATO – erweitert: Er flog am frühen Morgen nach Canazei in der norditalienischen Provinz Trient. Dort ließ er sich im Einsatzzentrum der Hilfskräfte gemeinsam mit Zivilschutzchef Fabrizio Curcio und dem Trientiner Landeshauptmann Maurizio Fugatti über den Stand der Rettungsarbeiten nach dem Gletscherbruch auf der Marmolata vom Sonntag unterrichten.

          Matthias Rüb
          Politischer Korrespondent für Italien, den Vatikan, Albanien und Malta mit Sitz in Rom.

          In den Schlagzeilen der Zeitungen vom Montag war vom „Inferno auf dem Gletscher“ sowie vom „Massaker des Klimas“ die Rede, aber auch von einer „vermeid­baren Tragödie“. Am Samstag waren in Gipfelnähe der Marmolata, mit 3343 Me­ter Meereshöhe die höchste Er­hebung der Do­lomiten, die Rekordtemperatur von zehn Grad gemessen worden. Als sich am Sonntag kurz nach Mittag der riesige Eisblock vom Gletscher nahe der Punta Rocca löste und zu Tal donnerte, waren auf dem Normalweg zur Bergspitze direkt unterhalb des Gletschers mehrere Seilschaften unterwegs. Zwei der Seilschaften wurden von den Eis- und Geröllmassen erfasst und in die Tiefe gerissen. Hätte der Normalweg zum Gipfel unterhalb der zunehmend la­bilen Gletscherkante angesichts der seit Wo­chen anhaltenden Hitzewelle in Norditalien nicht gesperrt werden müssen?

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