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Präsidentenwahl in Polen : Wolkenbruch über dem Präsidenten

Wahlkampfauftritt im Regen: Duda am Sonntag in Krakau. Bild: Getty

Bei der auf Sonntag verschobenen Präsidentenwahl in Polen will Andrzej Duda wieder gewinnen. In der Krise hat er an Zustimmung verloren. Die Abstimmung ist auch eine über die Politik der PiS.

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          Es hätte eigentlich ein Heimspiel sein müssen. Andrzej Duda, Polens Staatspräsident und in der alten Haupt- und Königsstadt Krakau geboren, kommt in seine Heimat, um dort kurz vor der Wahl am Sonntag eine letzte große Massenversammlung abzuhalten. Der Kandidat weiß, wie man mit den Menschen redet: Vor fünf Jahren hatte er nach einer Ochsentour durch fast alle der 314 polnischen Landkreise mit nur 43 Jahren überraschend die Wahl gewonnen.

          Gerhard Gnauck
          Politischer Korrespondent für Polen, die Ukraine, Estland, Lettland und Litauen mit Sitz in Warschau.

          Duda also, der Amtsinhaber, kommt auf den prächtigen mittelalterlichen „Rynek“ in Krakau, wohl den schönsten und größten Marktplatz Polens. Aber wenige Minuten vor Beginn der Veranstaltung am Sonntagnachmittag gibt es einen heftigen Wolkenbruch. Zunächst sitzt Duda im regionalen Krisenstab und redet über den Rundfunk, haspelt atemlos herunter, welche Feuerwehr- und sogar Armeeeinheiten bereitstünden, um den Opfern der dramatischen Überschwemmungen zu helfen. Schließlich sagt er: „Es war versprochen, dass ich heute auf den Marktplatz komme.“ Deshalb werde er gleich da sein.

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