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Dschalalabad : Tote und Verletzte bei Angriff auf Rundfunksender im Osten Afghanistans

  • Aktualisiert am

Soldaten sichern nach dem Anschlag in Dschalalabad die Umgebung ab. Bild: Reuters

Selbstmordattentäter des „Islamischen Staates“ haben am Mittwoch das Gebäude eines staatlichen Senders in Dschalalabad gestürmt und dabei sechs Menschen getötet.

          Bei einem Angriff radikalislamischer Selbstmordattentäter auf den staatlichen Rundfunksender in der ostafghanischen Stadt Dschalalabad sind am Mittwoch sechs Menschen getötet worden. Nach Angaben von Behörden und Augenzeugen dauerte es vier Stunden, bis die Sicherheitskräfte die Lage wieder unter Kontrolle hatten. Zu dem Angriff bekannte sich die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS).

          Insgesamt vier Angreifer seien am Morgen in den Sender Radio Television Afghanistan (RTA) eingedrungen, sagte der Gouverneur der Unruheprovinz Nangarhar, Gulab Mangal, den Medien. Einer sprengte sich demnach am Eingang in die Luft und tötete einen Wachmann, die anderen stürmten in das Gebäude, schossen um sich und warfen Sprengsätze. Sie töteten vier Zivilisten und einen Polizisten, bevor sie nach stundenlanger Belagerung getötet wurden. 17 weitere Menschen wurden verletzt.

          Dschalalabad ist die Hauptstadt von Nangarhar, einer Hochburg des IS in Afghanistan. Dieser reklamierte über sein Sprachrohr Amaq die Tat für sich. In Nangarhar hatten die amerikanischen Streitkräfte im vergangenen Monat die größte nicht-atomare Bombe abgeworfen und dabei dutzende IS-Kämpfer getötet. Der Einsatz stieß trotz der Unterstützung der Regierung in Kabul auch auf Kritik: Experten merkten an, dass der IS in Afghanistan keine so große Bedrohung sei wie die islamistischen Taliban. Nach Angaben des amerikanischen Militärs schrumpfte die Zahl der IS-Kämpfer von 3000 auf inzwischen 800.

          Die Nato erwägt im Kampf gegen die Islamisten einige tausend zusätzliche Soldaten an den Hindukusch zu entsenden. Derzeit sind etwa 13.400 Nato-Soldaten in Afghanistan stationiert, davon 8400 aus den Vereinigten Staaten.

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